Breslauer Straße: Radfahrer schauen derzeit in die Röhre

Von: Stefan Herrmann
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Kein Durchkommen: Damit die Buckelpiste für Radfahrer entlang der Breslauer Straße verschwindet, ist der Weg sowohl für Fußgänger als auch für Radler derzeit gesperrt. Spätestens in der kommenden Woche soll die Durchfahrt wieder möglich sein. Foto: Stefan Herrmann

Aachen. Und jetzt? Der junge Mann blickte ein wenig bedröppelt drein, als er am Dienstag an der Breslauer Straße unerwartet vor der Absperrung strandete. Der dortige Fuß- und Radweg ist nämlich ab der Kreuzung Dresdener Straße seit Anfang der Woche gesperrt.

Besser gesagt: der zweite Weg nun auch. Denn das Pendant auf der gegenüberliegenden Seite zwischen der Einfahrt zum Real-Supermarkt und der Kreuzung Berliner Ring ist bereits seit über zwei Jahren für Passanten und Pedaltreter tabu.

Dieses mehrere hundert Meter lange und arg verwilderte Teilstück soll auch gar nicht mehr „in Betrieb gehen“, wie die Verwaltung bereits im Sommer 2016 mitteilte. Vielmehr soll es komplett weggebaggert und „renaturiert“ werden.

„Leider nicht anders möglich“

Dass nun auch die einzig verbliebene Möglichkeit für Radler und Fußgänger gesperrt ist, um aus Richtung Stolberger Straße kommend über die Breslauer Straße in Richtung Ringe und Hüls zu gelangen, kann zumindest als unglücklich bezeichnet werden. „Das ist leider nicht anders möglich“, erklärte Rita Klösges vom städtischen Presseamt am Dienstag auf AZ-Anfrage und bittet für die Einschränkungen um Verständnis.

Die Sperrung sei allerdings nur von relativ kurzer Dauer. Die Verwaltung und das beauftragte Aachener Bauunternehmen Hermann & Co hoffen, möglicherweise bereits im Laufe der nächsten Tage mit den Arbeiten fertig zu werden – falls das angekündigte orkanartige Wetter den Plänen nicht doch noch einen Strich durch die Rechnung macht. „Allerspätestens Mitte nächster Woche ist der Weg auf jeden Fall wieder freigegeben“, versichert Klösges.

Grund für die Sperrung sind dringende Sanierungsarbeiten. Denn der bisherige Pflasterweg präsentierte sich zuletzt in weiten Teilen in einem erbärmlichen Zustand. Gefährliche Hubbel wechselten sich mit immer tiefer werdenden Schlaglöchern ab. Gerade bei Radfahrern, die den Weg seit der Komplettsperrung des gegenüberliegenden Stücks im Zweirichtungsverkehr nutzen müssen – kam es so in Vergangenheit immer wieder zu haarigen Situationen. Dies wurde im vergangenen Jahr auch von der Politik angemahnt.

Nun wird also geflickt – und zwar nicht nur zwischen Dresdener Straße und Berliner Ring, sondern auf der gesamten Länge der Breslauer Straße. Denn auch entlang des „Hirsch Center“-Geländes bis zur Einmündung Stolberger Straße füllen die Arbeiter die Stellen, an denen die Pflastersteine bereits großflächig fehlen, auf. Diese Arbeiten werden laut Verwaltung auch über die kommende Woche hinaus andauern.

Das einige hundert Meter lange Stück zwischen Kreuzung Dresdener Straße und Autohaus Thüllen befindet sich jedoch in einem derart schlechten Zustand, dass Flickschusterei nicht mehr hilft. Dort wird eine komplett neue Asphaltschicht aufgetragen. Dass nicht gleich der gesamte Rad- und Fußgängerweg entlang der Breslauer Straße von Grund auf saniert wird, begründet die Verwaltung mit den (zu) hohen Kosten. Für Fußgänger bedeutet das für die Dauer der Arbeiten: Sie müssen einen Umweg über Dresdener Straße und Rotter Bruch in Kauf nehmen, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Nicht anders ergeht es Radfahrern, falls sie nicht auf die stark befahrene Tempo-70-Straße wechseln wollen.

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