Breitbandausbau schreitet voran

Von: Katharina Redanz
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Laurensberg. „Schnelles Internet ist heutzutage unabdingbar“, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp, und zwar nicht nur für bestimmte Bereiche wie die Hochschule: „Die Digitalisierung steht vor der Tür, viele Leute gucken Fernsehen über das Internet und auch, um von zu Hause arbeiten zu können, ist eine gute Internetverbindung wichtig“, so der OB.

Der Stadt liege viel daran, allen Bürgern eine gute Versorgung bieten zu können – und sie arbeitet daran. Nachdem mit Kornelimünster, Walheim, Lichtenbusch und Eilendorf bereits im Aachener Süden und Osten am Breitbandausbau gearbeitet wird, ist es jetzt auch für den Nordwesten der Stadt soweit. In den kommenden Wochen und Monaten werden von NetAachen neue Glasfaserkabel in den Stadtteilen Laurensberg, Richterich und Vetschau verlegt. Insgesamt zehn Kilometer neue Glasfaserleitungskabel werden in den Bezirken Surfgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde ermöglichen.

Wichtige Zwischenetappe

Zunächst werden die neuen Kabel in die Straßenzüge der Stadtteile verlegt – jeweils bis zu den sogenannten Kabelverzweigern, den bekannten grauen Kästen am Straßenrand. Von dort aus werden die Signale auf die bereits unter der Erde liegenden Kupferkabel übertragen, die bis in die Gebäude reichen. Die bestehenden Kupferstrecken würden so erheblich verkürzt und beschleunigt.

„Dieser Schritt ist wichtig und zukunftsweisend“, erklärt NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider, auch wenn es wahrscheinlich erst einmal ein Zwischenschritt ist: „In ein paar Jahren, wenn man bei einem Bandbreitenbedarf im Gigabit-Bereich angekommen ist, werden dann vielleicht auch alle Kupferkabel, die bis in die Haushalte reichen, durch Glasfaserkabel ersetzt.“

Mit Glasfaserkabeln in den Straßenzügen sei der Stadtteil aber definitiv gut gerüstet für die Zukunft, so Schneider. Rund 1,4 Millionen Euro investiert NetAachen in den Breitbandausbau. Etwa zwei Drittel der Glasfaserverlegung kann über bestehende Trassen erfolgen, „mit großen Baustellen für den Tiefbau ist also nicht zu rechnen“, so Schneider, vielmehr handle es sich um kleinere Arbeiten am Gehweg.

Mit dem Ausbau des Glasfaserkabelnetzes in Laurensberg, Rich-terich und Vetschau verschwindet ein weiterer „weißer Fleck“ vom Stadtplan – Gebiete, die noch nicht mit schnellem Internet ausgestattet sind, weichen. Oberbürgermeister Philipp freut sich, dass der Breitbandausbau im Stadtgebiet voran geht – schließlich seien hohe Bandbreiten ein wichtiger Standortfaktor für die Technologieregion Aachen.

Aber auch heute schon stehe die Stadt im NRW-Vergleich sehr gut da: Knapp 95 Prozent aller Haushalte surften bereits mit Übertragungsgeschwindigkeiten von über 50 Mbit pro Sekunde. Aachen liege damit zusammen mit Düsseldorf auf Platz drei, nur Bonn (97,5 Prozent) und Köln (96,7 Prozent) könnten noch bessere Werte aufweisen. „Wir stehen also schon ziemlich gut da“, resümierte Philipp, „aber um das auch weiter zu gewährleisten, müssen wir den Ausbau vorantreiben.“

Ziel sei eine nahezu 100-prozentige Abdeckung, mittelfristig auch mit deutlich mehr als 50 Mbit pro Sekunde. Der Breitbandausbau in Laurensberg, Richterich und Vetschau, der im Juli 2017 abgeschlossen sein soll, sei also ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

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