Aachen - Brandserie: Auto und Laster gehen in Flammen auf

Brandserie: Auto und Laster gehen in Flammen auf

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es nimmt langsam, aber sicher Kölner Ausmaße an. Mehr als 20 Fahrzeuge hatten Feuerteufel in der Domstadt in Serie angezündet, bevor die Polizei mit einer Sonderkommission Fahndungserfolge erzielen konnte.

In Aachen sind es mittlerweile insgesamt zehn Karossen, die in Flammen aufgegangen sind. Denn am Dienstag und am vergangenen Sonntag hat der Brandstifter wieder zugeschlagen. Am Sonntag wurde im Bereich Kullen ein Lastwagen in Brand gesteckt. In der Nacht zum Dienstag war nun ein Mercedes im Bereich Branderhof „dran”.

Jüngster Fall am „Ziegelweiher”

Der jüngste Vorfall ereignete sich in einer kleinen Anwohnerstraße. In der Sackgasse „Am Ziegelweiher” war der Mercedes im dortigen Wendehammer abgestellt worden, bevor er ein Opfer der Flammen wurde. Am Mittwoch lag dort zwischen Absperrbaken nur noch ein Haufen Asche. Die Polizei ist sicher: Es war abermals Brandstiftung. Dasselbe gilt für den Laster in Kullen.

Ansonsten kann die Polizei aber rein gar nichts zu dem Fall sagen. Denn es fehlt weiterhin jegliche Spur des Täters - oder der Tätergruppe. „Wir sind für jeden Hinweis dankbar”, sagt denn auch Polizeisprecher Michael Houba. Mit Hochdruck ermittle das Kriminalkommissariat 11, das neben Mord und Körperverletzung auch für Brandstiftung zuständig ist. Eine Sonderermittlungsgruppe ist aber immer noch nicht ins Leben gerufen worden. Aus dem einfachen Grund, dass laut Houba eben zu wenig vorliege, um das sich eine solche Soko kümmern könnte.

Der Schaden durch diese Brandstiftungen bewegt sich mittlerweile auf 100.000 Euro zu. Und immer wieder liegen Tatorte im Bereich Kullen. Mit zwei Ausnahmen: Am 19. September hatte ein Laster im Gewerbegebiet Wurmbenden am Haarener Ortseingang gebrannt, und nun eben der Mercedes am Ziegelweiher.

In Kullen fing alles an

Begonnen hatte die Serie am 18. August mit gleich drei Bränden von Autos in Kullen, am Tag darauf folgten zwei weitere Pkw-Brände ebendort. Auf der anderen Seite der Vaalser Straße in Vaalserquartier wurde am 22. August ein Wohnmobil angezündet. Am 14. September ging ein Fiat an der Kullenhofstraße in Flammen auf.

Seit der Reihe von Scheunenbränden vor einigen Jahren, die schließlich aufgeklärt werden konnte, ist dies die größte Serie von Brandstiftungen in Aachen. Zu Schaden gekommen ist bisher zum Glück niemand.

Im Mariental brennt Sperrmüllhaufen

Eine weitere Brandstiftung hat es in der Nacht zum Dienstag gegen 3 Uhr im Mariental - ganz in der Nähe der Polizeiwache - gegeben. Dort ging auf dem Bürgersteig stehendes Sperrgut in Flammen auf. Durch die Hitzeentwicklung wurden im angrenzenden Gebäude Fenster beschädigt.

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