Brander MHA-Triathlon: Nur Reißzwecken stören tollen Wettbewerb

Von: Peter Schopp
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Schwimmen, Radfahren, Laufen: Beim Brander MHA-Triathlon gingen am Sonntag wieder 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Altersklassen an den Start. Ein Team von rund 120 ehrenamtlichen Helfern garantierte einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe. Foto: Kurt Bauer
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Schwimmen, Radfahren, Laufen: Beim Brander MHA-Triathlon gingen am Sonntag wieder 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Altersklassen an den Start. Ein Team von rund 120 ehrenamtlichen Helfern garantierte einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe. Foto: Kurt Bauer
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Schwimmen, Radfahren, Laufen: Beim Brander MHA-Triathlon gingen am Sonntag wieder 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Altersklassen an den Start. Ein Team von rund 120 ehrenamtlichen Helfern garantierte einen reibungslosen Ablauf der Wettkämpfe. Foto: Kurt Bauer

Brand. Wer genau hinsah, war bereits in Burtscheid im Bilde: Auf großen Warnschildern wurde an der Kreuzung Adenauerallee und Kornelimünsterweg für den 7. Mai die Sperrung der Lintert- und der Hitfelderstraße wegen einer Sportveranstaltung angekündigt.

Und das bedeutet Anfang Mai traditionell: MHA-Triathlon für Jedermann in Brand! Wer sich dann dem südlichen Stadtteil Aachens auf erlaubten Wegen näherte, wurde mit einer auf hohem organisatorischen Niveau etablierten Veranstaltung belohnt.

Schon früh am Morgen begannen die jüngsten Teilnehmer mit den sportlichen Wettkämpfen, die Jahrgänge 2008 und 2009 hatten 100 Meter Schwimmen, 2300 Meter Radfahren und 400 Meter Laufen zu absolvieren, und wer sah, mit welcher Hingabe die Mädchen und Jungen die Aufgabe bewältigten, erkannte die Triathleten von morgen. Rund um die Brander Schwimmhalle war eine kleine Zeltstadt entstanden, neben Infopoint, Wechselzone, Fahrradbedarf, Kuchenzelt und Getränkestand beherrschte das Siegerpodium die Szene.

Und genau dort wurden ab 11.30 Uhr die Platzierten der einzelnen Altersklassen hochdekoriert in den Restsonntag entlassen, versehen mit „gesundem Süßkram“, wie es Organisator Andreas Trautmann formulierte. Während vor der imposanten Sponsorenwand die ersten Siegerurkunden verteilt wurden, schwitzten im Hintergrund die nächsten Teilnehmer auf ihrer Runde durch das Brander Feld, die Distanzen verdoppelten sich für die älteren Jugendlichen. „Es ist wieder einmal herrlich zu sehen, mit welchem Elan alle bei der Sache sind“, blickte Trautmann zufrieden in die Runde, um gleich hinzuzufügen: „Aber in den nächsten Tagen möchte ich von Triathlon nichts hören und sehen.“

Für ihn und seine Mitorganisatoren Reinhard Fuellgrabe und Holger Siewert ist seit ungefähr zehn Jahren der in Kooperation mit dem Marienhospital Aachen durchgeführte Volkstriathlon ständiger Begleiter, eine ganzjährige Planung ist für ihn und sein Team selbstverständlich. Trautmann ist an diesem Tag omnipräsent, begrüßt im Zwiegespräch mit dem Streckensprecher einzelne Teilnehmer, erledigt die Urkunden- und Süßkramvergabe und sieht in der Radwechselzone nach dem Rechten.

Und er weiß, dass er sich auf seine Mitstreiter verlassen kann. „Heute sind ungefähr 120 Helfer im Einsatz, vornehmlich Vereinsmitglieder meines Brander Schwimmvereins. Wir sind ein eingespieltes Team“, zeigte er sich zufrieden. Wohl wissend, dass er im nächsten Jahr wieder verstärkt nach Helfern suchen muss, ein ewiger Kampf. „Aber wir bekommen das immer wieder hin“, blieb er optimistisch. Die Erfüllung der Sicherheitsauflagen lässt ihn manchmal kurz aufstöhnen, aber mit gegenseitiger Rücksichtnahme gerade auch in Zusammenarbeit mit den Anwohnern lassen sich viele Probleme lösen. Und so hatte er eigentlich nur noch einen Wunsch für den verbleibenden Sonntag: „Regen können wir gar nicht brauchen. Denn der ist nicht nur für die Sportler und die Zuschauer unangenehm, er bedeutet darüber hinaus für uns zwei bis drei Tage Mehrarbeit, denn die aufgebauten Zelte dürfen nur trocken zusammengepackt werden“. Da sei es natürlich besser, wenn Regen ausbliebe.

Eine „dämliche“ Aktion

In der Schwimmhalle blieb derweil keiner trocken, da ging es im Wasser um jede Sekunde. Manch ein Teilnehmer ließ sich kaum Zeit zum Umziehen für die folgende Radstrecke, die Mechanismen sind auch bei den Amateuren einstudiert. Und die Schwimmhalle zeigte den Veranstaltern auch die Grenze für die Teilnehmerzahl auf. „Wir können nicht unendlich viele Teilnehmer gleichzeitig ins Wasser schicken“, erklärte Trautmann und war stolz auf den guten Zuspruch: „Unsere 700 Startplätze sind jedes Jahr ausgebucht!“

Mittlerweile waren die „Großen“ auf der Strecke, auf sie warteten 0,5 Kilometer Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Trautmann stellte klar: „Ohne Helfer könnte man eine solche Veranstaltung nicht durchführen. Und ohne Sponsoren auch nicht“, bedankte er sich für die vielseitige Unterstützung.

Leicht getrübt wurde der Tag allerdings durch eine Aktion, für die Trautmann nur das Wort „dämlich“ übrig hatte: An zwei Stellen der Radstrecke – an der Autobahnunterführung in Hitfeld und auf dem Vennbahnweg – hatten Unbekannte Reißzwecken verstreut, die das Helferteam allerdings schnell wegkehrte.

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