Brand - Brander Heimatkunde pur

Brander Heimatkunde pur

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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Wolfgang Müller (rechts), der Vorsitzende des Bürgervereins Brand, ist mächtig stolz auf seine Autoren und Sponsoren, die zum Erfolg der Heimatkundlichen Blätter beigetragen haben. Foto: Günther Sander

Brand. Immer am Jahresende schickt sich der Bürgerverein Brand an, seine neuesten Heimatkundlichen Blätter der Öffentlichkeit vorzustellen. Diesmal gab es Brander Heimatkunde pur in den Räumen der Aachener Bank, wo Vereinsvorsitzender Wolfgang Müller „halb Brand“ begrüßen konnte.

Zuvor richteten Jens Ulrich Meyer als Vorstand der Aachener Bank sowie Susanne Mehl, Leiterin der Brander Geschäftsstelle, Worte an die Gäste. Die Aachener Bank wechselt sich jährlich mit der Sparkasse Aachen bei der Unterstützung der Heimatblätter und der Einladung in ihre Räume zur Präsentation ab.

„Aus den Blättern ist längst schon ein Buch geworden“, hob Wolfgang Müller hervor. In diesem Jahr versprühe das Werk zum 27. Male Brander Heimatgefühl. Man sei immer wieder über den unerschöpflichen Ideenreichtum der Autoren erfreut. „Geschichte und Geschichten unserer Region werden mit Akribie recherchiert, und bleiben so der Nachwelt erhalten“, sagte der Vorsitzende, um sich dann den Autoren und ihren Beiträgen zu widmen.

Viele Themen

Mit „Ein römischer Inschriftenstein und seine Bedeutung“ eröffnet Hermann Schümmer in seinem Bericht die heimatliche Literatur. Pest und andere Seuchen forderten bis zum 17. Jahrhundert auch im Aachener Raum erhebliche Opfer, wie Günter Kuckelmann schildert.

Den Bau einer Kapelle in Brand um 1760 und deren Erweiterungsbauten hat sich Hermann Schümmer angenommen. Das Wirken und die Arbeit der Aachener Henker und Scharfrichter sowie Tötungsmethoden werden von Günter Kuckelmann ausführlich dargestellt.

Manfred Kessel dokumentiert die Geschichte der Brander Feuerwehr bis zur Integration in die Aachener Wehr 1972. Jugenderlebnisse im Grenzverkehr (1940 bis 1952) bringt Herbert Schartmann in „Grenzerfahrungen“ (Abenteuer beim Schmuggeln) näher. Den Bundeswehrschießstand in Freund hat sich Otmar Rogge vorgenommen, im zweiten Teil des Berichts stellt Leo Förster geschichtliche Hinweise und Ereignisse vor.

Einen beachtlichen Rahmen nimmt die Chronik der Gemeinde Brand ein. Und: Was wäre eine Brander Chronik ohne Brander Platt? Hier hat sich der Arbeitskreis „Os Heemetsproch“ mächtig ins Zeug gelegt und Beachtliches zu Papier gebracht.

„Die neueste Ausgabe ist ein lesenswertes Buch mit vielfältigen Inhalten“, sagte Wolfgang Müller. Sein Dank galt Hermann Schümmer, Michael Schmidt, Günter Kuckelmann (Buchbearbeiter und Autoren zugleich), Ewald Kreus für die Fotos sowie dem Arbeitskreis Natur und Umwelt (Andreas Lux). „Mehr möchte ich hier nicht verraten“, so Müller, die neue Ausgabe kann an den bekannten Verkaufsstellen für zehn Euro erworben werden.

Die kleine Feierstunde wurde musikalisch von Silke Taxhet und Ramon Aula gestaltet, mit einem netten Gedicht verschaffte sich Doris Müller Gehör. Alle Darbietungen wurden reichlich mit Beifall bedacht.

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