Brander Borussia droht der Wegzug von der Traditionsstätte

Von: Günther Sander
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„Bauchschmerzen” hat Borussia-Vorsitzender Helmut Schönell ob des Umzugs zum Brander Wall.

Brand. Die Brander Borussia wird sich damit anfreunden müssen, ihren Sportplatz an der Karl-Kuck-Straße aufzugeben und am Brander Wall mit einem neuen Domizil vorlieb nehmen zu müssen.

Die Wunschliste auf Instandsetzung und Zuweisung von Sporthallen und Sportplätzen kann von der Verwaltung nicht erfüllt werden. Die Mängelliste sei zu umfangreich, würde eine Menge Geld verschlingen. So müssen das defekte Entwässerungssystem, die alten Umkleidekabinen, marode Masten der Trainingsbeleuchtung wieder auf Vordermann gebracht werden.

Kunstrasen, wie die Borussia ihn wünscht, habe nur dann eine Chance, wenn der Verein, wie Politik und Verwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung empfahlen, einer Verlagerung an den Brander Wall zustimmen würden.

Borussia-Vorsitzender Helmut Schönell sagte im Gespräch mit der AZ, der Vorstand habe am Mittwoch grünes Licht gegeben und einer Verlagerung mit erheblichen Bauchschmerzen zugestimmt. „Es wurde heiß und lange diskutiert, wir werden unseren Antrag aber aufrecht erhalten und möchten eine Kostennutzungsanalyse zu sehen bekommen”, so Schönell. Zudem möchte der Verein bei der Gestaltung der Anlage von Beginn an einbezogen werden. „Das ist sicherlich kein Traumgrundstück für uns. Wir müssen mit Problemen rechnen, denn die Zuschauer sind gezwungen, künftig mit dem Auto in den Brander Wall zu fahren.”

Von der Lage her gesehen, sei die „neue Heimat” ganz klar eine deutliche Verschlechterung. „Wir müssen auch an unsere Jugend denken, es wurden bereits acht komplette Mannschaften abgezogen”, erinnert der Vorsitzende. Die Eltern seien nicht mehr bereit, ihre Kinder auf einem Aschenplatz spielen zu lassen, weil dort die Verletzungsgefahren zu groß seien. Zum Brander Wall müssen sie ihre Kinder allerdings fahren, alleine könnten die Kinder sich nicht mit dem Fahrrad nach dort begeben. „Das ist zu gefährlich”, betont Schönell.

„Die Karl-Kuck-Straße ist für den Verein ein Stück Tradition, dort würden wir liebend gerne bleiben”, wünscht sich Schönell. Er kann sich nicht vorstellen, dass rasch mit dem Bau einer neuen Sportanlage begonnen werde. „Da werden schon ein paar Jahre ins Land gehen”, befürchtet er.

Den Kopf schütteln muss er über die Aussage der Verwaltung, ein Fachmann habe keinerlei Gefahren durch rostende Masten erkennen können. In der Tat, größere Roststellen sind nicht zu übersehen.

Helmut Schönell hofft auf ein klärendes Gespräch zwischen Verein und Verwaltung über Verbesserungen bei den Hallennutzungseinheiten. Er habe selbst feststellen können, dass einige Hallen nicht beziehungsweise kaum belegt seien. Allein für 14 Handballmannschaften benötige der Verein mehr Hallenzeiten. In Aussicht gestellte Trainingszeiten um 15 Uhr etwa seien sinnlos, da kämen die Kinder gerade erst aus der Schule zurück, außerdem seien keine Trainer zu bekommen.
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