Brand - Brander Berg: Keine „Blitze”

Brander Berg: Keine „Blitze”

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Brand. Der schreckliche Verkehrsunfall am 19. November am Brander Berg, der fünf Tote zur Folge hatte, wurde nun in der Brander Bezirksvertretung noch einmal kontrovers diskutiert.

Grund dafür war ein Antrag der CDU auf Errichtung einer sogenannten stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage - also eines Starenkastens. Schließlich habe im vorliegenden Fall deutlich überhöhtes Tempo zu dem entsetzelichen Unfall geführt.

Unfalldaten ausgewertet

Die Auswertung der Unfalldaten der letzten Jahre hat für besagte Kurve allerdings „keine Unfallhäufigkeit” ergeben. Bei Messungen vom 21. März bis 28. März seien 95 907 Fahrzeuge in beiden Fahrtrichtungen erfasst worden. Davon waren lediglich 0,83 Prozent mit über 80 Stundenkilometern unterwegs gewesen.

Nur 143 Fahrzeuge, 0,14 Prozent, aller verdeckt gemessenen Fahrzeuge seien schneller als Tempo 90 gefahren. Selbst Disco-Heimkehrer und Nachtfahrer seien gemessen worden. Die Verwaltung spricht von einem „sehr erfreulichen Messergebnis”, Voraussetzungen für eine geforderte Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (Starenkasten) an dieser Stelle „lägen daher nicht vor.”

Das brachte Peter Tillmanns (CDU) auf die sprichwörtliche Palme: „Heute hören wir eine Ablehnung, dabei ist eine Messanlage unabdingbar”, sagte er. Erstaunen auch bei Peter Blum (FDP) über die Verwaltung. Kontrollen an dieser Stelle seien wichtig.

Das sah Lorenz Hellmann (SPD) anders. Er könne nicht sagen, dass am Brander Berg „gerast” werde. Man könne nicht alles verhindern, denn eine Anlage sei nicht gerade billig, sagte der SPD-Politiker. Anne Prolingheuer-Griese (Grüne) machte sich für Tempo 50 stark, außerdem wünschte sie sich regelmäßige mobile Kontrollen durch die Polizei.

Bezirksbürgermeister Herbert Henn (CDU) machte schließlich den Vorschlag zur Güte: „Wir möchten, dass die Fachverwaltung eine erneute Überprüfung vornimmt und uns darüber berichtet”, führte der Unionspolitiker aus. Einstimmig folgten die Fraktionen Henns Vorschlag.
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