Aachen - Brand wird die neue Heimat der Polizei

Brand wird die neue Heimat der Polizei

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Ein neuer Standort fürs Polizeipräsidium: Aus dem maroden Gebäude an der Hubert-Wienen-Straße (kleines Bild) soll die Behörde an die Ecke Debyestraße/Trierer Straße umziehen. Foto: Michael Jaspers
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Ein neuer Standort fürs Polizeipräsidium: Aus dem maroden Gebäude an der Hubert-Wienen-Straße (kleines Bild) soll die Behörde an die Ecke Debyestraße/Trierer Straße umziehen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Hoffentlich wird‘s diesmal besser. Denn dass ein knapp 20 Millionen Euro teurer Neubau nach etwas mehr als drei Jahrzehnten eine Schrottimmobilie und ein Fall für die Abrissbirne ist, will die Polizei wohl nicht noch einmal erleben.

1981 wurde das heutige Präsidium an der Hubert-Wienen-Straße seiner Bestimmung übergeben, bald wird es dem Soerser Boden gleichgemacht.

Überraschende Wende

Was natürlich bedeutet, dass die Ordnungshüter eine neue Heimat brauchen. Und da scheint zumindest die Standortfrage mittlerweile entschieden zu sein – mit einer doch recht überraschenden Wende. Der Neubau soll nämlich nicht wie zunächst – auch von der Stadt und der Politik – favorisiert in der Nähe des heutigen Standorts auf einer Fläche im Bereich Krefelder Straße/Strangenhäuschen hochgezogen werden.

Vielmehr wird es aller Voraussicht nach der Ortseingang von Brand. Entstehen soll das neue Präsidium auf der rund 20.000 Quadratmeter großen Fläche Ecke Trierer Straße/Debye-straße in Nachbarschaft zur Lützow-Kaserne.

Die Neuorientierung hat einen zeitlichen Grund. An der Krefelder Straße wäre wohl noch ein Bebauungsplanverfahren nötig, an der Debyestraße nicht. Und offenbar soll es nun recht zügig gehen, nachdem bereits vor sieben Jahren festgestellt worden war, dass die heutige Polizeizentrale marode und arg sanierungsbedürftig ist.

Vom Brandschutz über die Fenster, von Wasser- und Abwasserleitungen über die Elektrik bis hin zur Dämmung hätte dort so ziemlich alles ersetzt werden müssen. Eine damals ebenfalls noch ins Auge gefasste „Runderneuerung“ wurde später jedoch verworfen. Wobei man auch in den Jahren seit 2007 noch kräftig Geld in den „Altbau“ buttern musste, um den Betrieb weiter zu gewährleisten – ein Fass ohne Boden. Damit soll nun Schluss sein.

Suche nach einem Investor

Die Polizei will in Sachen Neubau nun auch nicht mehr mit ihrem bisherigen Vermieter – dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) – kooperieren, sondern ist europaweit auf der Suche nach einem Investor. Auch mit dieser Findung soll es jetzt flott gehen. Dem Vernehmen nach soll das städtische Grundstück bereits im August den Besitzer wechseln.

Städtisch ist die Fläche indes erst seit wenigen Monaten wieder. Ende 2001 waren die zwei Hektar nach langer politischer Diskussion an den EBV verkauft worden, seinerzeit für 214 D-Mark pro Quadratmeter, insgesamt 4,5 Millionen Mark. Die Pläne sahen ein Projekt namens „Trierer Tor“ vor. Gebaut worden ist dort jedoch nie. Anfang des Jahres kaufte die Stadt die Fläche zurück.

Jetzt soll sie nach AZ-Informationen für einen Verkaufspreis von rund vier Millionen Euro über die Ladentheke gehen – 200 Euro pro Quadratmeter. Vereinbarungsgemäß steht dem vormaligen Besitzer allerdings davon auch noch rund eine Million Euro zu.

Bleibt die Frage, was dereinst aus dem Grundstück wird, auf dem heute das Polizeipräsidium steht. Ideen dazu sind von verschiedenen politischen Seiten schon – wenn auch nur vage umrissen – in den Raum geworfen worden. Da geht es beispielsweise um die Erweiterung des Sportparks Soers oder auch um eine mögliche neue Heimat für den Bendplatz. Konkret ist hier allerdings noch nichts.

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