Brand - Brand: Das lange Warten auf die Turnhalle

Brand: Das lange Warten auf die Turnhalle

Von: Stephan Mohne
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Ungewolltes „Feuchtbiotop“ statt neuer Turnhalle: Der Bau an der Brander Marktschule lässt auf sich warten. Der Bauauftrag ist auch elf Monate nach dem Aushub der Grube noch nicht erteilt. Am Zaun protestiert eine Bürgerinitiative mit Kreuzen weiter gegen das Projekt, weil dort Friedhofsgelände war. Foto: Stephan Mohne

Brand. Am Bauzaun ist der Protest immer noch plakativ. „Verhöhnung unserer Toten“ steht auf einem der dort platzierten Holzkreuze – flankiert von Blumen und Grablichtern. Das erinnert daran, dass sich eine Brander Bürgerinititiative vehement gegen eine Bebauung jenes Grundstücks im Park hinter der Marktschule gewehrt hat, weil dort einst ein Friedhof gelegen war.

Die politische Entscheidung fiel seinerzeit jedoch eindeutig aus: Brand braucht dringend eine neue Turnhalle – und zwar genau an dieser Stelle. Den Vorwurf des pietätlosen Umgangs mit den Toten wiesen die Politiker unisono scharf zurück. Tatsächlich rückten dann an der Eschenallee im September 2013 auch Bagger und Bauarbeiter an. Die Baugrube für die Turnhalle wurde ausgehoben. Das war‘s dann allerdings erst einmal.

Elf Monate ist es mittlerweile her, dass dort zuletzt jemand bei der Arbeit gesichtet wurde. Um die Grube wurden Bauzäune gezogen – und Feierabend. Auf die Hochbauarbeiten wartet man in Brand seither vegebens. In der Grube sammelt sich indes reichlich Wasser, dass vor allem jetzt im Sommer rasch modrig wird. Und die Natur macht zwischen den in das Loch gekippten Kieselsteinen mittlerweile schon wieder beachtliche „Landgewinne“. Dass diese Situation den Brandern nicht gefällt, kann Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders sehr gut verstehen. Schließlich warte man in Brand dringend auf die neue Turnhalle.

Doch bis diese hochgezogen ist, kann es noch etwas dauern. Bislang ist noch gar kein Bauauftrag erteilt. Sanders ist dennoch optimistisch, dass sich das bald, möglichst rasch nach der Sommerpause, ändern wird. Offensichtlich hat es Probleme mit der Ausschreibung für die Turnhalle gegeben, die eigentlich längst im Bau sein sollte. Mittlerweile sei diese Ausschreibung jedoch gelaufen, so Sanders. Die Angebote lägen vor. Aber: Diese Angebote sind höher, als das, was sich die Stadt an Baukosten so vorgestellt hatte. Kalkuliert waren für den Hallenbau 1,2 Millionen Euro. Nun würde es teurer werden. Deswegen müssen nun erneut Gespräche geführt werden, wie man mit dieser Kostensteigerung umzugehen gedenkt.

So lange bleibt die Grube eine Grube. Das Wasser, so der Bezirksamtsleiter, sei schon einmal abgepumpt worden. Er werde nun noch einmal mit dem Gebäudemanagement reden, ob dies wiederholt werden kann: „Ich werde ein Auge darauf haben“, vesrspricht er. Das hat auch die Bürgerinitiative, die immer noch aktiv ist – unter anderem mit einer noch anhängigen Petition.

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