Borussia Brand: „Umzugsgegnern“ sitzt die Zeit im Nacken

Von: Günther Sander
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Sie wollen den Brander Wall als Naherholungsgebiet erhalten: Mitglieder Bürgerinitiative auf dem Gelände. Foto: Kurt Bauer

Brand. Den „Umzugsgegnern“ sitzt die Zeit im Nacken. Dennoch will ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern mit aller Macht versuchen, das Vorhaben der Stadt zu verhindern, den Sportplatz der Brander Borussia von der Karl-Kuck-Straße in den Brander Wall anzusiedeln.

Egbert Form und Karl-Heinz Gueth fuhren schweres Geschütz Richtung Verwaltung und Bezirksvertretung auf. Ihre Forderungen hatten sie klar formuliert: „Keine weitere Sportanlage auf den Brander Wall!“

Form sagt: „Wenn die Borussia ihren Platz aufgeben muss, dann sollen Politiker, Funktionäre und Vereinsmitglieder von Borussia Brand, Raspo Brand und DJK sich an einen Tisch setzen und mit Vernunft über eine gemeinsame Nutzung und gegebenenfalls Anpassung der Sportanlagen rund um die Schwimmhalle sprechen.“ Das Naherholungsgebiet müsse weiterhin für Brand, Driescher Hof und Forst erhalten bleiben.

Die derzeitige Offenlage der Planungen (bis 5. Januar) betreffe nur den Teil der Sportanlagen auf dem Brander Wall, weitere 2,1 Millionen Euro Investitionen seien auf dem Gelände der Gesamtschule –nicht Bestandteil der Offenlage – geplant. Man dürfe das faktische Naherholungsgebiet nicht einschränken und die große Wiese, die zum Lagern, Spielen, Sporttreiben rege genutzt werde, der Öffentlichkeit baurechtlich nicht entziehen und mit einem bis zu sechs Meter hohen Zaun sperren.

Form und die Umzugsgegner glauben nicht an die im Bebauungsplanes vorgesehenen 200.000 Euro Investition. Form spricht von „einer geschönten Kostenschätzung“, in Wirklichkeit könne man sich auf zwei Millionen Euro einstellen.

Ein großes Problem stellten die nicht vorgesehenen Parkplätze dar. Die Anwohner befürchten, dass ihre Wohnbereiche zugeparkt würden, die Lärmbelästigung steige.

Allein für den Fußball- und Spielplatz auf dem Brander Wall sieht Form Kosten von zwei bis drei Millionen Euro. Das erscheine vielen Bürgern im Hinblick auf die prekäre Haushaltslage der Stadt „als unangemessen.“

Bedenken haben Vereinsmitglieder der Borussia: Zwischen Vereinsheim und Platz seien mehr als 100 Meter Entfernung mit Querung eines öffentlichen Weges sowie etwa fünf Meter Höhenunterschied zurückzulegen. „Wie sollen da Rollstuhlfahrer raufkommen? Was passiert in der Halbzeit, wenn man auf die Toilette muss?“

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