Boote im Hangeweiher: Die Stadt rudert zurück

Von: re
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Noch vor zwei Wochen hatte das Presseamt keine Einwendungen gegen Privatboote auf dem Hangeweiher, weil der dortige Tretbootverleih dieses Jahr wegen angeblicher Baufälligkeit des Bootshauses geschlossen bleibt. Foto: Harald Krömer

Aachen. Nachdem die Stadt Stadt zunächst ausdrücklich nicht verboten hatte, den Hangeweiher im Friedrich-Wilhelm-Park mit Privatbooten zu befahren, rudert sie jetzt vehement zurück.

Der Fachbereich Presse und Marketing der Stadt Aachen wies ungeachtet der vor knapp zwei Wochen selbst ausgesprochenen Erlaubnis am Dienstag darauf hin, dass es Privatleuten nunmehr „nicht erlaubt ist, die Gewässer in Parkanlagen mit eigenen Booten zu befahren, darin zu schwimmen oder im Winter die Eisflächen zu betreten“.

Diese Regelung gelte für den Hangeweiher und alle anderen Wasserflächen in Parkanlagen. Es gebe zwar keine Verordnung, die die Stadt Aachen selbst erlassen habe, hieß es. Das sei aber auch nicht nötig, weil das Land Nordrhein-Westfalen in Paragraf 33 des Landeswassergesetzes deutlich gemacht habe, was auf Gewässern in Parkanlagen nicht erlaubt ist.

Als Eigentümerin könne die Stadt in Absprache mit der für Gewässer zuständigen unteren Wasserbehörde einzelne Nutzungen zulassen, zum Beispiel über Pacht- und Nutzungsverträge – so die aktuelle Erklärung des Presseamts.

Für den Hangeweiher gibt es zurzeit drei solcher Verträge: mit einem Anglerverein, einem Verein von Modellbootfahrern und einem Bootsverleiher. Sie dürften die Wasserfläche offiziell nutzen, sonst niemand. Damit widerspricht die Stadt nach erheblichen Protesten von Modellbauern und vor allem Anglern ihren früheren Erklärungen.

Noch vor zwei Wochen hatte das Presseamt keine Einwendungen gegen Privatboote auf dem Hangeweiher, weil der dortige Tretbootverleih dieses Jahr wegen angeblicher Baufälligkeit des Bootshauses geschlossen bleibt.

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