Bombensichere Adresse für große Stars jenseits der Pop-Pfade

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Zwischen meterdicken Betonwänden bewegt sich wenig? Von wegen. Im grauen Trutzbau neben der Frankenburg treibt das Aachener Kulturleben ungeahnte Blüten - wissen nicht nur Lars Templin und Reinhard Schultheis vom Verein Musikbunker.

Ebenso unverwüstlich wie das langjährige Aktionszentrum an der Goffartstraße präsentiert sich die - im 23. Jahr ihres Bestehens darf man getrost sagen: traditionsreiche - Initiative gerade jetzt. „Allein in diesem Jahr haben wir rund 140 Konzerte im Programm”, berichtet Geschäftsführer Templin.

Dabei setzen die Macher auf Klasse statt Masse und Kasse, haben jenseits der „konventionellen” Rock- und Bluesschiene die Weichen für innovative, vielfach durchaus härtere, aber eben wenig schubladen-kompatible Angebote gestellt.

„Live und in Farbe” kommt das Programm nicht erst daher, seit die gleichnamige Reihe sich als Fixpunkt im Kalender der regionalen Bands und Fans etabliert hat. In jüngster Zeit wurde allerhand unternommen, um nicht nur die Ohren der Fans zu verwöhnen. So wurde die Kneipe neben dem großen Konzertsaal mit viel Eigenleistung (und einigen tausend Euro Investition) zum modernen „Club” umgestaltet. Schließlich kann der Verein, der allein rund 120 Proberäume für örtliche Kombos und rund 700 Mitglieder unter seinem Dach zählt, mit Fug und Recht als wichtiger Eckpfeiler der freien Kulturlandschaft im Dreiländereck bezeichnet werden.

„Wir sehen unsere Aufgabe durchaus auch als eine Art Jugendarbeit”, unterstreicht Schultheis. „Wir wollen den Austausch gerade junger Kreativer weiter vorantreiben.” Der aufstrebenden Bandnachwuchs soll permanent von den Erfahrungen der „Mubu”-Macher profitieren, wenn es zum Beispiel um korrekte Verträge für Gigs oder Fragen rund ums Klangequipment geht. Immerhin sind bis zu 20 Prozent der im Verein aktiven Musiker auf mehr oder minder professionellen Pfaden unterwegs, betont Templin.

Und auch für hochkarätige Gäste von teils internationalem Rang - wie Stoppok, Lambchop und Madball - ist der Bunker längst nicht nur in architektonischer Hinsicht eine bombensichere Adresse. Kombos wie die britische Formation „Oceansize” oder die nordirische Hardrocktruppe „Therapy?” werden in Kürze erwartet.

Kein Wunder, dass der Verein zunehmend bestrebt ist, seinen Aktionsradius über die Betonmauern an der Frankenburg hinaus auszudehnen. „Wir sind im Gespräch mit der Stadt, die Zusammenarbeit zum Beispiel bei der Programmgestaltung des September Special zu intensivieren”, sagt Templin - neue Konzepte inklusive. „Wir könnten uns zum Beispiel vorstellen, viel mehr multimediale Veranstaltungen, etwa in Kirchen und anderen prädestinierten öffentlichen Orten zu organisieren.”

In der Reihe „Live und in Farbe” gastieren am Freitag, 13. November „Organic & Carthago Archetype” im Bunker an der Goffartstraße. Einlass ist um 20 Uhr. Die Gruppe Oceansize aus Manchester hat sich am Sonntag, 15. November, 20 Uhr, angesagt. Ein weiterer Höhepunkt im aktuellen Programm ist das Gastspiel der noririschen Hardrock-Formation „Therapy?” am Samstag, 21. November (20 Uhr).

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