Bombe am Boxgraben entschärft

Von: Joachim Rubner
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Bombe Boxgraben
Die Bombe wurde vom Kampfmittelräumdienst entschärft. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eine englische Zehn-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Freitag kurz vor 15.30 Uhr auf dem Boxgraben zwischen Krakaustraße und Südstraße von einem Baggerführer gefunden.

Im Boxgraben, der gerade umgestaltet wird, ist man im Augenblick dabei die Versorgungsleitungen zu erneuern. Feuerwehr und Polizei wurden verständigt, wenig später auch der Kampfmittelräumdienst aus Düsseldorf, der sich aber nicht weit von Aachen aufhielt und relativ schnell vor Ort war. Die Straße wurde sofort für jeden Verkehr gesperrt, knapp 30 Schaulustoige mit Flatterband ferngehalten.

Nach einer kurzen Inspektion stellten die Fachleute des Kampfmittelräumdienstes fest, dass der vordere Zünder der Bombe fehlte. Allerdings hat dieses Bombenmodell auch noch einen zweiten Zünder, der im Heck steckt.

Dies allerdings war noch weit im Erdreich. Die Anwohner, die mit Magaphon von der Feuerwehr sofort nach dem Fund gebeten worden waren, in den rückwärtigen Teil ihrer Wohnungen zu gehen, wurden auf Empfehlung des Kampfmittelräumdienstes erst einmal nicht evakuiert, wie bereits geplant war. Mit dem Bagger wurde dann vorsichtig die Bombe freigelegt.

Gut 25 Minuten dauerte diese Arbeit, bei der Unbeteiligte einen Sicherheitsabstand von mindestens 100 Meter einhalten mussten. Der Baggerführer hob vorsichtig ein rund 2,80 Meter tiefes Loch rund um die mit dem Heck im Boden steckende Bombe aus. Danach waren die Feuerwerker wieder an der Reihe. Bereits mach relativ kurzer Zeit kam Entwarnung. Das Heck der Bombe war durch den Aufprall im Zeiten Weltkrieg zerstört worden.

Die Bombe war also harmlos. Gegen 16.53 Uhr kam die offizielle Entwarnung. Die beiden umgeleiteten Aseag-Buslinien und der Autoverkehr konnten den Boxgraben wieder in Richtung Schanz befahren.

„Wir haben Glück gehabt, die Bombe war bereits kaputt, das Leitwerk und der hintere Zünder fehlten, dennoch mussten wir zuerst sehr vorsichtig und mit Bedacht ans Werk gehen”, meinte Kampfmittelräumer Reinhard Dohmen anschließend.
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