Bluttat im Preuswald: Eltern mit Samuraischwert getötet

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:
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Mit einem Samuraischwert soll der 35-jährige Sohn der beiden Opfer seine Eltern am 30. Dezember erschlagen haben. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Den Kriminalbeamten, die als erste den Tatort betraten, muss sich ein grauenvolles Bild geboten haben: Denn die beiden Eheleute, die am Neujahrsmorgen tot in ihrer Wohnung im Aachener Stadtteil Preuswald gefunden worden sind, sind auf äußerst brutale Weise mit einem Samuraischwert umgebracht worden.

Dabei erlitten die 62-jährige Frau und ihr gleichaltriger Ehemann laut Aachener Staatsanwaltschaft „eine Vielzahl von Hieb- und Stichverletzungen“. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich die Tat bereits am Abend des 30. Dezember ereignet hat.

Als mutmaßlicher Täter war am Neujahrsmorgen der 35-jährige Sohn des Ehepaars festgenommen worden. Er hatte auf die Bluttat aufmerksam gemacht, indem er sich im Aachener Alexianer-Krankenhaus, einer psychiatrischen Fachklinik, meldete und dort erzählte, er habe seine Eltern umgebracht. Daraufhin war die Polizei alarmiert worden, und die Leichen wurden entdeckt.

Nach derzeitigem Sachstand gehen die Ermittler davon aus, dass der Mann im Zustand der Schuldunfähigkeit gehandelt hat. Am Freitag stellte die Staatsanwaltschaft gegen ihn beim Aachener Amtsgericht Antrag auf einstweilige Unterbringung wegen Totschlags. Mittlerweile ist er in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden.

Ob der Mann schon vorher in psychiatrischer Behandlung gewesen oder bereits durch Gewalttaten auffällig geworden ist, konnten die Ermittler am Freitag noch nicht sagen. „Davon ist uns nichts bekannt“, erklärt der Sprecher der Aachener Staatsanwaltschaft, Jost Schützeberg.

Auch die Frage nach dem Motiv ist noch unbeantwortet. „Dies und der genaue Ablauf der Tat sind Gegenstand von weiteren Ermittlungen“, so Schützeberg. Es könne noch nicht einmal sicher gesagt werden, ob der Sohn die Tötung seiner Eltern auch vor der Polizei zweifelsfrei eingeräumt habe.

„Die Vernehmungen gestalten sich sehr schwierig, da liegt noch kein klares Bild vor“, sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, „und es ist auch nicht sicher, ob jemals ein klares Bild vorliegen wird.“

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