Blitzeis bringt viele ins Schwitzen

Von: Matthias Hinrichs und Thorsten Karbach
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Eiszeit rund um Aachens Schulen: Weil ein Lieferant die Aufträge der Stadt nicht erfüllen kann, stehen Schulen wie das Anne-Rank-Gymnasium ohne Streugut da und müssen den Pausenhof sperren. Foto: Michael Jaspers

Aachen. An vielen Aachener Schulen wird nach Informationen unserer Zeitung das Streusalz knapp. Es gibt vielerorts kein Streugut mehr, die Schulhöfe dürfen teilweise aus Sicherheitsgründen in den Pausen nicht mehr betreten werden.

Bei der Stadt ist man sich dieses Problems bewusst, die Lage bekannt. Allein, es gibt Lieferschwierigkeiten und deswegen kein Salz mehr für die Schulen. Und so bleibt es glatt auf Aachens Schulhöfen. „Unser Lieferant ist derzeit nicht in der Lage, unsere Aufträge zu erfüllen. Wir müssen wohl versuchen, individuelle Lösungen zu finden”, erklärt Rita Klösges vom städtischen Presseamt.

Die Lieferschwierigkeiten haben die Stadt - genauer das zuständige Gebäudemanagement - kalt erwischt. Denn bislang habe man sich auf die regelmäßigen Lieferungen von Streugut verlassen können. „Und nun haben etliche Schulen kaum noch oder keine Reserven mehr”, beschreibt Klösges die Situation. Zwar gebe es noch ausreichend Vorräte beim Stadtbetrieb, doch die seien für Straßen und Gehwege bestimmt, in Silos gelagert und würden direkt in die Streufahrzeuge verfüllt. Eine Portionierung für die Schulen in Säcken sei praktisch kaum möglich. „Wir überlegen noch, wie eine Unterstützung durch den Stadtbetrieb aussehen könnte”, erklärt Klösges.

Der war am Donnerstagabend bis 22 Uhr und Freitagmorgen ab 3.30 Uhr mit kompletter Ausrüstung unterwegs, um zumindest die wichtigen Ausfallachsen freizuhalten, berichtet Dieter Lennartz, zuständiger Abteilungsleiter im Stadtbetrieb. „In den vergangenen Wochen haben wir bereits rund 1500 Tonnen Streugut verbraucht.” Das entspreche fast der gesamten Kapazität der vergangenen Wintersaison.

Diesmal haben die Pistenprofis allerdings beizeiten vorgesorgt - wenn auch möglicherweise nicht im erforderlichen Umfang. „Etwa 1200 Tonnen Salz liegen noch in den Silos beziehungsweise auf Abruf bereit. Aber wir stellen uns darauf ein, dass wir weitere Streumittel nachordern müssen”, sagte Lennartz. An vielen Schulen heißt es dagegen vorerst: warten. Auf Streusalz, aufgetaute Schulhöfe und Pausen an der frischen Luft. „Es geht hier um die Sicherheit der Schüler”, sagt Busse.

Letztere, betont die Aseag, habe man vor allem im Blick gehabt, als bei der Roten Flotte am Donnerstag um 21.30 Uhr die Notbremse gezogen wurde. Da waren - etwa in Preuswald, Sief und Schmithof - schon mehrere Busse angesichts dichten Schneetreibens auf der Strecke geblieben. Von 22 bis 24 Uhr wurden so nur noch wenige Busse im Blockverkehr eingesetzt. Was der Großteil der Fahrgäste durchaus mit Verständnis aufgenommen habe.

Probleme beim Abtransport der Gelben Säcke

Auch bei der Entsorgung der Gelben Säcke bereiten Schnee und Eis zurzeit erhebliche Probleme, teilte das städtische Presseamt am Freitag mit. Die Entsorgungsfahrzeuge müssten wesentlich langsamer fahren, auch beim Transport aus Kellern, Höfen und über die Gehsteige gebe es Probleme und Verzögerungen.

Zusätzliche Fahrzeuge habe des von der Stadt mit der Abholung beauftragte Unternehmen daher bereits im Einsatz. In den Hauptstraßen würden die Säcke vor dem Wochenende soweit möglich entsorgt. Allerdings sei der Transport aus Kellern und Höfen im Vollservice nur gewährleistet, wo dies gefahrlos möglich sei.

In Außenbereichen werde die Abholung am Samstag und am Montag fortgesetzt, soweit die Witterung es zulasse.
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