Haaren - Blinde Zerstörungswut am Haarberg

Blinde Zerstörungswut am Haarberg

Von: Stephan Mohne
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Da war eine Bank einbetoniert:
Da war eine Bank einbetoniert: Mit brachialer Gewalt haben Vandalen auf dem Haarberg große Schäden angerichtet. So auch an der Glasfassade der Friedenskapelle. Polizei und Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler begutachteten die Folgen des nächtlichen Treibens. Foto: Stephan Mohne

Haaren. Alles andere als friedlich ist es in der Nacht zum Donnerstag am Haarener Friedensweg zugegangen. Rund um Kreuz, Kapelle und jüdischen Friedhof haben Vandalen gehaust und in blinder Zerstörungswut zum wiederholten Mal große Schäden hinterlassen.

So schlimm wie diesmal war es allerdings noch nie. Mehrere Sitzbänke wurden samt Betonsockeln aus der Erde gerissen, teils meterweit weggeschleift, zerlegt und in die Wiesen oder auf die Wege geworfen. Vor der Friedenskapelle wurde eine Bank samt Betonfundamenten herausgerissen, wodurch auch das Pflaster des Vorplatzes schweren Schaden nahm.

Reifenspuren auf dem Platz deuten darauf hin, dass mit durchdrehenden Reifen „Beschleunigungsübungen” stattgefunden haben. Möglicherweise wurde die Bank gar per Abschleppseil mit einem Fahrzeug aus dem Boden gezerrt. Mit den Pflastersteinen wurden dann auch noch das Fernrohr und die Glasfront der Kapelle malträtiert. Aus den Glasbausteinen splitterten Teile heraus.

Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler fehlen angesichts dessen fast die Worte: „Ich frage mich, wie bescheuert die Leute sind.” Nachdem er die Schäden am Morgen in Augenschein genommen hatte, erstattete er Anzeige. Auch die Polizisten konnten vor Ort nur mit dem Kopf schütteln. Eine Lösung für das Vandalismusproblem am Haarberg gibt es indes nicht: „Da müsste man schon Tag und Nacht jemanden hinstellen oder das Gelände einzäunen”, so Prömpeler. Und das geht eben nicht.

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