Blicke auf ungewohnte Perspektiven des Doms

Von: Hanna Sturm
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dombandbild
Den Dom ins rechte Licht gerückt: Für den neuen Bildband über das Unesco-Weltkulturerbe hat Fotograf Andreas Herrmann (l.) sein umfangreiches Archiv geöffnet, Anne Heermann hat die Texte geschrieben. Freuen darf sich auch Dompropst Helmut Poqu, denn ein Teil des Erlöses kommt der Aktion „Der Dom braucht Hilfe” zugute. Foto: Schmitter

Aachen. Er ist die Essenz aus einem ganzen Archiv von Dom-Fotografien: der neue Bildband „Der Aachener Dom” mit Fotos von Andreas Herrmann und Texten von Anne Heermann. „Ich besuche und fotografiere den Dom regelmäßig seit über 30 Jahren. Er stellt einen fotografisch ständig vor neue Herausforderungen, weil immer wieder eine andere Stimmung herrscht oder neue Eindrücke entstehen”, erklärt Andreas Herrmann seine Faszination.

Der freie Fotograf und Bildjournalist, der unter anderem auch für die AZ tätig ist, hat so ein ganzes Archiv von Fotografien des Doms zusammengetragen, das mit dem Bildband wenigstens zum Teil für den Betrachter geöffnet werden soll. Dabei hat sich Herrmann häufig in Bereiche des Gotteshauses vorgewagt, die normale Besucher wahrscheinlich niemals betreten könnten.

Besonders die Gerüste während den umfassenden Renovierungsarbeiten waren eine gute Gelegenheit für ausgefallene Aufnahmen. „Für ein Bild bin ich mit einem Kollegen und dem ehemaligen Dompropst Müllejans in einem Korb, der unter einem Kran hing, dreißig oder vierzig Meter hoch über die Chorhalle gefahren”, erinnert sich der Fotograf. „Das Domkapitel hat mir nie den Zugang verwehrt, das war wirklich immer eine hervorragende Zusammenarbeit.”

Auf solche Art ist entstanden, was Anne Heermann, verantwortlich für Text und Layout des Bildbandes, als ungewöhnliche Blickwinkel bezeichnet, die Herrmanns Fotos auf den Dom eröffneten. So zeigt eine Aufnahme den Blick von unten auf die mosaikverzierten Decke, der sich für den Dom-Besucher nur nachvollziehen ließe, wenn er sich einmal platt auf dem Rücken auf den Boden des Doms legen würde.

Das Buch zeigt aber nicht nur die architektonischen Besonderheiten, sondern gerade auch die vielfältigen Veranstaltungen in und um den Dom. „Ich wollte nicht, dass dieses Buch die Dokumentation eines Baudenkmals wird, sondern dass es vor allem auch das kirchliche Leben abbildet”, so der Fotograf.

„Wir wollen mit diesem Buch auch den Aachenern die Gelegenheit geben, ihren Dom ein Stückweit mit nach Hause zu nehmen”, betont Leo Blees, Geschäftsführer des Einhard-Verlags. Damit sich auch Aachen-Liebhaber aus den benachbarten Ländern an dem Bildband erfreuen können, sind die Texte und Bildunterschriften auch ins Englische und Französische übersetzt. Gleichzeitig mit dem neuen Bildband zum Aachener Dom hat der Einhard-Verlag auch den Bildband zur gesamten Stadt Aachen neu aufgelegt. Jeweils ein Euro aus dem Verkaufspreis des Bildbandes „Der Aachener Dom” geht an die Aktion „Der Aachener Dom braucht Hilfe”.
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