Bleibende Erinnerungen an den Papst im Gepäck

Von: Nina Krüsmann
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Carla Jakobowsky
Ein schönes Erinnerungsstück: Carla Jakobowsky hat Unterschriften ihrer Wegbegleiter und -begleiterinnen gesammelt. Foto: Nina Krüsmann

Krakau/Aachen. „Es war toll, Papst Franziskus einmal so nah zu erleben.“ Carla Jakobowsky ist immer noch begeistert. Die junge Frau aus Eilendorf war ganz nah dran am Heiligen Vater und verfolgte direkt vor dem Altar den Kreuzweg auf dem Blonia-Feld beim Weltjugendtag (WJT) in Krakau.

Dieses Erlebnis verdankt die 21-Jährige ihrem Losglück. Denn jedes deutsche Bistum durfte junge Ehrenamtliche benennen, die an einer Veranstaltung mit dem Papst teilnehmen dürfen, um dort Deutschland zu vertreten. „Dafür sollten die Bistümer einige Leute vorschlagen und dann wurde in den Bistümern gelost“, erzählt Carla Jakobowsky.

„Wir waren im Bistum Aachen zu zweit. Da war die Chance ziemlich groß, dass ich es hätte werden können“, erklärt die junge Frau, wie es zu diesem besonderen Erlebnis kam. „Ich bin schon ein bisschen aufgeregt, aber da ich noch nicht so viel weiß, ist alles noch sehr unwirklich und weit weg“, hatte die Aachenerin, die derzeit in Trier Psychologie studiert, noch vor der Abreise nach Krakau gesagt.

In ihrer Heimatpfarrei St. Severin in Eilendorf gibt es eine rege Jugendarbeit. So kam es, dass sie schon früh bei den Messdienern dabei war. „Später fuhr ich auf Kinder- und Jugendfahrten mit und sang im Jugendchor. Irgendwann habe ich mich dann auch in der Leiterrunde engagiert. So war ich eine Zeit lang Messdienerleitung und bin jetzt als Studentin einige Male auf Kinder- und Jugendfahrten als Betreuerin mitgefahren“, erzählt die Studentin, wie sie sich in der Gemeinde einbringt.

Schon 2011 war sie beim Weltjugendtag in Madrid dabei. „Damals sind wir als Jugendgruppe mit unserer Gemeinde und zwei weiteren Gemeinden zusammen dorthin gefahren. Auf dem Weg haben wir immer wieder Zwischenstopps gemacht, zum Beispiel in Lourdes“, erinnert sich die 21-Jährige. Es sei aufregend gewesen, so viele Jugendliche auf dem Weg und in Madrid zu sehen, die alle gemeinsam diese Zeit miteinander verbringen wollten.

„Der Weltjugendtag ist eine Zeit der Begegnung und des Miteinanders. Ich habe viele schöne Erinnerungen an diese Zeit“, beschreibt Carla die Atmosphäre. Polen ist ihr bereits vertraut, denn nach der Schule hat sie einen Europäischen Freiwilligendienst in Polen absolviert und war ein Jahr in der Jugendbegegnungsstätte Kreisau in der Nähe von Breslau. „Dort haben wir Jugendliche aus Deutschland und Polen einander näher gebracht und gleichzeitig an die einzigartige Historie des Ortes erinnert“, erklärt Carla.

Nicht alles findet Carla an der Katholischen Kirche zeitgemäß, zum Beispiel den Zölibat „und ebenso, dass es keine Frauen im Priesteramt gibt“. Und dennoch hat sie die Kreuzwegfeier sichtlich beeindruckt: „Mir hat imponiert, wie trotz der großen Hitze, des Platzregens, der langen Wege zur Wiese und der enormen Anstrengung die Jugendlichen aus aller Welt friedlich dem Kreuzweg folgten.“ Die Kreuzwegfeier in der wunderbaren Atmosphäre der untergehenden Sonne hat Carla nach dem Weltjugendtag in Madrid nun zum zweiten Mal miterlebt.

„Für die besondere Einladung in den Sektor 1 habe ich mir extra ein Dirndl gekauft, um damit Deutschland zu repräsentieren“, erzählt Carla.

Die Stationen des Kreuzwegs wurden von Schauspielern vorgetragen. Darüber hinaus waren Jugendliche beteiligt, welche die beim WJT anwesenden 180 Länder vertraten, sowie ein Chor, der die moderne Gesellschaft darstellte. Nach dem Kreuzweggebet erlebte Carla auch die Vigil und den großen Abschlussgottesdienst, zu dem rund eine Million junge Gläubige aus aller Welt kamen. Was für ein Erlebnis.

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