Blaumänner liefern krachenden Karneval in der Kaserne

Von: nk
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Liefern seit 39 Jahren Fastelovvend vom Feinsten: Die Lustigen Blaumänner begesietren mit ihrer Sitzung auch in diesem Jahr 300 Gäste. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Dass der karnevalistische Schauplatz der Lustigen Blaumänner gerade umbenannt wurde, hat sich noch nicht bei allen Jecken herumgesprochen. Die neue Dr.- Leo-Löwenstein-Kaserne ist für sie wie für die Entertainerin Lieselotte Lotterlappen immer noch die gute alte Gallwitz-Kaserne. Aber dass diese Sitzung in ihrem 39. Jahr einfach Kult ist, das ist bekannt.

Für einen Abend verwandelt sich der Speisesaal in der Kaserne in eine bunt geschmückte Karnevalshochburg. Mit Luftschlangen und Luftballons dekoriert bietet der Saal die perfekte Bühne für die Jecken, die den Karneval in der Kaserne lieben. Viele sind Stammgäste und viele streifen an diesem Abend ihr schönstes Kostüm über.

„Wir sind stolz, dass unsere Sitzung für ihre Bombenstimmung bekannt ist“, freut sich Programmgestalter und Oberstabsfeldwebel a.D. Helmut Schönell. Man sei im Karneval anerkannt von allen Vereinen. Und bis 2016 haben sich die befreundeten Gesellschaften für Gastauftritte angemeldet. Beinahe von Beginn an gestaltet Schönell das Sitzungsdrehbuch, holt dabei Stimmungskanonen heran, die sonst eher selten ihre Aufwartung im Öcher Fastelovvend machen.

Präsident und Oberstabsfeldwebel Josef Römer moderiert seit 2010 den Reigen, der wie bei jedem Karnevalsverein mit dem Einmarsch der eigenen Kräfte beginnt. An die 20 Blaumänner sind aktiv dabei. Doch woher kommt eigentlich der Ausdruck „Blaumann“? Die Arbeitskluft der KFZ-Technik-Auszubildenden in der Kaserne ist des Rätsels Lösung. Blau und lustig sind die Mitglieder der Unteroffizierkameradschaft Schule Technische Truppe 1 und Fachschule des Heeres für Technik in Aachen e.V. also. Und sie präsentierten dem Publikum ihren ganzen Stolz: Die vom befreundeten KV Fidele Freunde entliehene Tanzmarie Denise Hanzen begeisterte die knapp 300 Gäste.

Engel Hettwich alias Hedwig Sieberichs ist der „Jumbo unter den Engeln“ und für ihre Schlagfertigkeit bekannt. Himmlisch jeck und irdisch witzig erzählte sie von ihrem Spezialeinsatz als Schutzengel. Und auch die Anekdote vom kleinen Jakobsweg zwischen Bett und Kühlschrank durfte nicht fehlen. „War es nun das Knurren meines Magens oder das Brummen des Kühlschranks?“, fragt sich Hettwich.

Für Stimmung sorgten Sitzungsmusiker Baffy Scorpion alias Dirk Gier, die pratschjecken Pillhöhner und die Beckendorfer Knallköpp mit ihren amüsanten Ehegeschichten. Lieselotte Lotterlappen verließ die Bühne und mischte nicht nur das Publikum auf, sondern lud sich die Kellnermannschaft spontan auf ein Tänzchen ein. Und auch sonst war sie für jede Überraschung gut, vom Spiel auf der Trompete bis hin zur Hip-Hop-Einlage bei der Zugabe.

Die Prinzengarde Brander Stiere hatte mit ihrem Bürgerprinz Walter II. derart für Festäng im Saal gesorgt, dass die Frage der Spetzbouve „Habt Ihr Lust auf Party?“ rein rhetorisch zu verstehen war. Sie brachten den Saal zum Toben. Die Ein-Mann-Show von Ruud Koedooder begeisterte mit einer nicht oft zu sehenden Licht-Show, frechen Parodien und raffiniertem, blitzartigem Kostümwechsel.

Da war der Auftritt von Prinz Bernd I. mit seinem Hofstaat, der Prinzengarde und dem Musikzug das Sahnehäubchen und zugleich ein fantastisches Finale.

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