Aachen - Bis zu 100 Kilometer kann „Mia” fahren

Bis zu 100 Kilometer kann „Mia” fahren

Von: Sebastian Dreher
Letzte Aktualisierung:
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Zukunftsweisend für den Stadtverkehr: Gisela Nacken, Dezernentin für Planung und Umwelt der Stadt Aachen, Stawag-Vorstand Dr. Christian Becker und Dr. Roman Dudenhausen, Geschäftsführer von mia electric, stellten das neue Elektromobil „mia” vor. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Sie ist das Gegenteil zu den vielen übermotorisierten und benzinfressenden Geländeboliden, die das Stadtbild prägen. Mia ist klein, verbrauchsarm und leise. Das Elektroauto der Mia Electric GmbH, das Vertreter der Stadt und der Stawag vor dem Stadttheater präsentierten, ist als reines Stadtauto konzipiert.

„Im Gegensatz zu anderen Elektrofahrzeugen ist Mia kein bekanntes Modell, das lediglich umgebaut wurde”, erklärt Roman Dudenhausen, Geschäftsführer von Mia Electric. „Jedes Detail ist auf diese Funktion hin ausgelegt.”

Bis zu 100 Kilometer kann Mia mit einer „Tankfüllung” Strom fahren, bis sie wieder für zweieinhalb Stunden ans Netz muss. Mit der nächstgrößeren Batterie können sogar 140 Kilometer zurückgelegt werden. Als Drei- und Viersitzer und als Kastenwagen kann das Vehikel ab Juni nächsten Jahres von Unternehmen genutzt werden. „Privatleute können Mia ab 2012 kaufen”, sagt Dudenhausen. 12.500 Euro kostet das mit Schiebetüren und zentralem Fahrersitz ausgestattete Auto, die laufenden Kosten beziffert Mia Electric mit 1,50 Euro pro 100 Kilometer.

Luftqualität verbessern

„Elektroautos sind für die Verbesserung unserer Luftqualität unersetzlich”, sagt Baudezernentin Gisela Nacken. „Mia sieht dazu noch peppig aus.” Damit das Stromtanken nicht zur Hürde wird, haben Stawag und Stadt die Einrichtungen von Ladestationen beschlossen. In den nächsten zwei bis drei Wochen wird die erste „Tanke” in der Nähe des Stadttheaters ans Netz gehen, weitere sind in Planung. Die Stationen sind mit einem einfachen Schukostecker-System ausgerüstet. Aktiviert werden die Säulen mit einer über die Stawag erhältlichen und 50 Euro teuren Ladekarte - für Kunden des Unternehmens sind Strom und Karte bis Ende 2011 kostenfrei.

Ziel ist es, Menschen aus allen Teilen des Landes die Möglichkeit zu geben, ihr Fahrzeug aufzuladen. „Wir arbeiten an einer Kooperation mit anderen Städten”, sagt Stawag-Vorstand Dr. Christian Becker. „Stadtwerkskunden aus Duisburg und Osnabrück können jetzt schon in Aachen laden.”
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