Aachen - Birgit König stellt ihre Werke im „Raum für Kunst“ aus

Birgit König stellt ihre Werke im „Raum für Kunst“ aus

Von: Eva Onkels
Letzte Aktualisierung:
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Waagerechte und senkrechte Pinselstriche als Grundmotiv: Birgit König zeigt ihre neue Ausstellung „Einzelstücke_Früher und Jetzt“ im „Raum für Kunst“. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „I want to paint the feeling of a space“ – „Ich möchte das Gefühl des Raumes malen“ –, sagte die amerikanische Malerin Joan Mitchell (1925-1995) einmal über ihre abstrakte Kunst. Dieses Zitat ist nicht umsonst auch im Katalog zur neuen Ausstellung im „Raum für Kunst“ zu finden.

Birgit König, die dem Kenner zeitgenössischer Kunst in Aachen ein Begriff ist, greift mit ihren Werken auf dieses Gefühl von Raum in der Malerei zurück. „Einzelstücke_Früher und Jetzt“ heißt die neue Ausstellung und gibt einen Einblick in mehr als 20 Jahre, die König als Künstlerin tätig ist.

Drei Jahre hat es gedauert, bis König in der Fördergalerie der Sparkasse Aachen ausstellen konnte, und der große Raum mit seiner klaren Linienführung ist wie geschaffen für diese ebenso geradlinig arbeitende Künstlerin. Ihre Bilder bestehen immer aus dem selben Grundmotiv: waagerechte und senkrechte kräftige Pinselstriche, die allerdings durch großen Variationsreichtum den Blick des Zuschauers immer wieder in ihren Bann ziehen. Ihre Bilder begeistern, das zeigte jetzt auch die gut besuchte Vernissage.

Helga Scholl, künstlerische Leiterin des „Raum für Kunst“, so der Name der Fördergalerie, hob die „zahlreichen Assoziationsmöglichkeiten“ hervor, die der Betrachter der Kunstwerke bei jedem Bild selbst entwickeln kann. Mal sieht man vielleicht eine Schneelandschaft, ein anderes Mal einen Wald oder die Abstraktion einer Architekturfotografie.

Es ist eine Geradlinigkeit in ihrer schönsten und anregendsten Form. König, so der Ausstellungskatalog, geht es „um die Unmittelbarkeit von Bilderfahrung; um Malerei als Malerei, die sich selbst genügt.“ Der Rest bleibt dem Betrachter überlassen. Scholl sagte: „Birgit König geht es um das Empfinden des Raumes.“

Immer wieder neue Tiefen

Dieses Empfinden drückt sich allerdings nicht in malerischen Kniffen und Tricks aus, die sich in Renaissancegemälden finden, sondern in der Nutzung der Farben. In den offenkundig zweidimensionalen Bildern lassen sich durch Farbwahl und -gestaltung immer wieder neue Tiefen finden. König habe „keine Angst vor starken Farbakzenten“, ihre Bilder seien zum Teil in ungewöhnlichen Farbkombinationen gehalten.

Da ist das schon fast giftige Neongrün, das eiskalte Weiß oder das warme Orange. König benutzt für ihre Arbeit die sogenannten Temperafarben. Sie rührt diese aus Pigmenten, Eigelb, Leinöl und Wasser selbst an. Die Technik, die heute nur noch sehr wenig Künstler beherrschen, ist bekannt für ihre kräftigen Farben, aber auch für ihren hohen künstlerischen Anspruch.

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