Bindung an Heimat und Natur

Von: Tim Habicht
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Das Lebensbaum-Projekt der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen feiert sein zehnjähriges Bestehen.

Aachen. Das Lebensbaum-Projekt der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen feiert in Kooperation mit dem Freundeskreis botanischer Garten sein zehnjähriges Bestehen. Über 200 Obstbäume sind jungen Menschen gewidmet worden. Emotionale Bindung an Heimat und Natur soll gefördert werden.

Wenn man hinter dem Uniklinikum einem Seitenweg am Schneebergweg folgt, gelangt man plötzlich und unerwartet in ein großes grünes Idyll. Hinter dem Gut Melaten gibt es einen Kräutergarten, eine grüne Wiese, einen kleinen Teich und etliche gut gepflegte Bäume. „Damals begann alles mit nur drei Bäumen. Inzwischen haben wir über 200 Obstbäume gepflanzt und jungen Menschen gewidmet“, sagt Hubert Schramm, Initiator und langjähriger Vorsitzender der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen.

Denn im Rahmen des Lebensbaum-Projektes können Eltern ihren neugeborenen Kindern Obstbäume widmen. Im Laufe der Jahre pflegen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern die eigenen Bäume, es wird jährlich gemeinsam geerntet und Saft aus den Äpfeln gepresst. Ziel ist es, jungen Menschen eine emotionale Bindung an ihre Heimat mit auf den Weg zu geben. „Außerdem möchten wir den Kindern zeigen, woher das Obst wirklich kommt und ihnen die etwas verloren gegangene Tradition erklären, dass man sich selbst um sein eigenes Obst kümmert“, so Schramm. Das Fazit ist nach nunmehr zehn Jahren ausgesprochen gut. „Inzwischen haben wir die dritte Fläche am Dreiländerweg in Vaalserquartier in Anspruch genommen. Dort sind noch etwa 50 Bäume frei“, sagt Schramm.

Zum großen Jubiläum wurden einige Namensschilder ausgetauscht. Denn sie sind nach zehn Jahren deutlich mitgenommen. Beispielsweise auch das von Karla Wittenkämper. Ihre Mutter Anne widmete ihr eine Apfelbaum zur Geburt. „Wir fanden das einfach eine tolle Idee, ihr und auch ihrem Bruder als Symbol ihrer Wurzeln in dieser Region einen Baum zu pflanzen beziehungsweise zu widmen. Die Kinder freuen sich immer riesig, wenn sie sehen, dass der Baum noch steht und wächst“, sagt Anne Wittenkämper. Und die jährliche Ernte sei immer ein besonderes Erlebnis.

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