Bildungsprojekt mit Achtklässlern zu Fairem Handel

Von: Lucille Schilling
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Ein Bildungsprojekt des Weltladens bringt Fairen Handel in die Heinrich-Heine-Gesamtschule: Das sorgt für strahlende Gesichter bei Manfred Kriebs, Leo Gielkens, Andrea Milcher, Lisa Essmajor, Louis Chicomban und Sophia Lippold. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „Es war manchmal auch schockierend“, sagt Louis Chicomban, Schüler der Klasse 8b an der Aachener Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG). Die Rede ist von unfairem Handel. Der Weltladen Aachen hat ein Bildungsprojekt ins Leben gerufen, das Schulen über nachhaltige Entwicklung und fairen Handel informieren soll.

„Wir haben dazu 24 Multiplikatoren für fairen Handel ausgebildet“, erzählt Projektleiterin Andrea Milcher. Die Multiplikatoren sind vor allem junge Erwachsene und Studenten. In mehreren Bildungseinheiten wird ihnen über ein halbes Jahr von Andrea Milcher und externen Referenten fundiertes Wissen zum Thema „Fairer Handel“ vermittelt.

Abschließend absolvieren sie zwei Praxiseinheiten. Auf diese Weise sind sie ausgebildet, um Schülern das Thema Fairer Handel näher zu bringen. „Wir gehen in Schulen oder laden Klassen in den Weltladen ein“, erklärt die frisch gebackene Multiplikatorin Sophia Lippold ihre Tätigkeit.

Die Klasse 8b besuchte mit ihrem Wirtschaftslehrer Manfred Kriebs den Aachener Weltladen und nahm dort, natürlich mit Hilfe der Multiplikatorin, an einer Erkundungstour teil.

Dabei wird den Schülern nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis erklärt, was unfairer und was fairer Handel bedeutet. „Ich finde es sehr wichtig, dass die Schüler auch an praktischen Beispielen lernen“, sagt Sophia Lippold.

Beispielsweise werden Bananen zerteilt, und die verschieden großen Stücke werden je nach Gewinn den Handelspartnern zugeordnet. So können die Schüler direkt sehen, wie viel vom Gewinn der Banane überhaupt beim Bauern ankommt. „Die Schüler haben es sehr genossen, zum Lernort hinzugehen“, freut sich Manfred Kriegs. Das Thema fairer Handel gehört an der Heinrich-Heine-Gesamtschule nun fest zum Wirtschaftsunterricht.

Mit Hilfe von Förderungen durch die „Stiftung für Umwelt und Entwicklung“, „Brot für die Welt“ und dem „Katholischen Fonds“ konnten weitere Schulen erreicht werden. In fünf Schulen wie dem Aachener Einhard-Gymnasium und der Bischöflichen Akademie steht jetzt der sogenannte Fair-O-mat, ein Automat, der von Schülern und Lehrern betreut wird und auf Wunsch fair gehandelte Köstlichkeiten hergibt. Die Multiplikatoren werden die gemeinschaftliche Arbeit weiterführen. Mitgenommen haben die Schüler aber schon jetzt einiges. „Wenn ich neue Hefte für die Schule kaufe, kaufe ich nur noch die mit dem Umweltsiegel darauf“, sagt Louis Chicomban.

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