Bildung zwischen vier Pfosten

Von: Hans-Peter-Leisten
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Aachen. Die Beobachtungsgabe der Kinder ist bemerkenswert, im Presseraum der Aachener Alemannia genauso wie später auf dem Platz beim Training. „Wieso steht da vorne eigentlich Bier?“, lautet die erste Frage, die Tobias Groll und Helmut Funken beantworten müssen. Bier und Sport?

„Das Bier hat 0,0 Promille und ist nach dem Sport sehr gesund“, beantwortet Groll schnell die Frage, um einem Missverständnis zuvor zu kommen. Im Grunde ist das Getränk im Medienraum nur einem Sponsor der Alemannia geschuldet, und doch zeigt die Frage, wie aufmerksam die 35 Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule sind. Die anderen Fragen beim Besuch der Alemannia drehen sich dann aber in der Tat um Fußball und Sport im engeren Sinne. Darum geht es an diesem Vormittag am Tivoli: um Kicken und Kicker, um Sport, um das gemeinsame Sporttreiben – und das vor allem im Einklang mit gesellschaftlichen Herausforderungen. Groll als U-11-Trainer und Funken als Co-Trainer der U-17-Spieler der Alemannia wissen das ganz genau.

Alemannia Aachen und das Bildungsbüro der Städteregion spielen hier einen gekonnten Doppelpass als Partner. „Und das haben wir unabhängig von allen Turbulenzen bei der Alemannia auch konsequent durchgezogen“, unterstreichen Hans-Josef Heinen vom Bildungsbüro und Markus Terodde, bei der Städteregion Dezernent für regionale Entwicklung, Bildung, Jugend und Kultur. Beide sind an diesem Vormittag zum Tivoli gekommen, um sich selbst ein Bild zu machen von der Umsetzung der so genannten Bildungszugabe. Hier handelt es sich um ein außerschulisches Bildungsangebot – in dem Fall mit der Alemannia -, bei dem dennoch die Schulen genauso wie Kindertagesstätten und Jugendgruppen die wichtigsten Partner sind. Diese Partnerschaft existiert seit 2011 und hat alle Wirren rund um die Insolvenz unbeschadet überstanden. 30 Buchungen gab es bereits für das erste Halbjahr 2014, und jede Gruppe ist gleichermaßen willkommen.

Es wird in der Tat auch einiges geboten. Die Heinrich-Heine-Gruppe bekommt nach der Einführung in einem ersten Abschnitt das Stadion gezeigt, dann geht es zum Training der 1. Mannschaft, die Stadionführung wird nach dieser Anschauungseinheit komplettiert. Dann heißt es, selbst das Können am Ball zu zeigen – Training ist angesagt.

Zu 100 Prozent bei der Sache

Im Rahmen des gesellschaftspolitischen Bildungsauftrages werden aber auch Aspekte wie Ernährung, Doping und Fair Play thematisiert. Und als wichtige bleibende Zugabe gibt es an diesem Vormittag noch eine Präsentation des Projektes Aachener „Jugend im Kampf gegen Gewalt“. Geschäftsführer Walter Küpper stellt den Heranwachsenden das Projekt lebendig vor, dessen Schirmherr Reiner Plashenrich, Co-Trainer der Alemannia-Profis, ist. Die Schülerinnen und Schüler sind zu 100 Prozent bei der Sache, genießen aber auch diese Bildungseinheit der etwas anderen Sorte. Hier finden in der Tat alle Enden zusammen: Sport und Spaß, Bildung und gesellschaftliche Erziehung.

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