Bilder zeigen, wer Herr im Stadion sein soll

Von: Hans-Peter Leisten
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Entschlossen auch auf dem Platz? Seyi Olanjengbesi, Zoltan Stieber und „Axt” Thomas Stehle sind Teil der Kampagne, die Pressesprecher Thorsten Pracht, Sportdirektor Erik Meijer und Philipp Werthmüller (von links) initiiert haben. Historische Szenen ergänzen die Bilder. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ob den Cottbuser Spielern heute Abend schon vor dem Anpfiff die Knie schlottern? Wild entschlossen, fast schon martialisch blicken Seyi Olajengbesi, Zoltan Stieber und Thomas Stehle drein.

Letzterer hält sogar eine Axt in Händen, angebliches Symbol seiner Spielweise, das ihm zu seinem Spitznamen verholfen hat. Die drei hängen genau da, wo die Energie-Spieler am Freitag vor dem Einlauf ins Stadion warten (müssen). Und das große Bild signalisiert unmissverständlich, wer Hausherr ist.

Das stilisierte Foto ist einerseits Teil der Imagekampagne „Auf Gedeih und Verderb”, anderseits Teil der Ausstaffierung des immer noch neuen Stadions. Aktuelles und Historie gehen Hand in Hand und dienen so der weiteren Verwurzelung im Stadion.

Es sind tolle Fotos, die die Wände im Tivoli zieren, fast 100 Jahre im Überblick. Zum Beispiel die aus den 60er Jahren. Die Zuschauer trugen Schlips und Kragen, kamen mit Schnitthütchen und Trenchcoat zum Tivoli, und vor allem standen sie fast bis an die Seitenlinie auf den Tribünen. 35.000 und mehr. Keine Zäune, keine Gräben, keine Polizisten.

Die Bilder haben eine neue Heimat gefunden, genauso wie die des aktuellen Kaders. Die basieren ebenfalls auf Fotografien, sind aber nicht nur inszeniert, sondern auch künstlerisch nachbearbeitet. Und dazwischen: Aufnahmen, die zeigen, wie Jan Schlaudraff fast erdrückt wird, nachdem er 2006 den großen Bayern den Pokal-Ko eingeschenkt hat. Oder die Mannschaft nach dem 1:0-Sieg gegen den OSC Lille im Uefa-Cup.

Alemannia Aachens große Momente sind auf überdimensionalen Bildern festgehalten. Nicht nur Insider sind wenig überrascht, dass auch hinter dieser Maßnahme Sportdirektor Erik Meijer steht. „Irgendwann war ich mal bei den Bayern im Stadion und hatte das Gefühl, in einem Klinikum zu sein. Und so sah es anfangs bei uns auch aus”, begründet er den optischen Klimawandel im neuen Stadion.

Eine kleine Arbeitsgruppe mit Pressesprecher Thorsten Pracht, Webmaster Marcel Decoux und Archivar Lutz van Hasselt hat die historischen Fotos ausgewählt, eine zweite mit Erik Meijer, Philipp Werthmüller und Ilka Boge vom Marketing hat das gleiche mit der Kampagne getan. „So tragen wir ein weiteres Stück Identität ins neue Stadion und betonen die Tradition, auf die wir stolz sein können”, sagt der Sportdirektor.

Ab heute können Sponsoren die Bilder der Kampagne in Keilrahmen erwerben, bald können auch alle Fans ihre Lieblinge nach Hause entführen.
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