Aachen - Bilal-Moschee: Die religiöse Identität mit Leben füllen

Bilal-Moschee: Die religiöse Identität mit Leben füllen

Von: ld
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Zuckerwatte zum Jubiläum: Die Gemeindemitglieder der Bilal-Moschee feierten den 50. Geburtstag des Gotteshauses. Foto: Heike Lachmann

Aachen. 50 Jahre Bilal-Moschee Aachen – das war der Anlass für ein großes Gemeindefest. Hunderte muslimische Familien aus Aachen und der Umgebung feierten dieses Jubiläum. Mit einem bunten Programm für Groß und Klein kamen Angehörige verschiedener muslimischer Gruppen Aachens zusammen.

1964 auf Initiative von immigrierten Studenten gegründet, ist die Bilal-Moschee eine der ersten, die in Deutschland erbaut wurde. Mit der Unterstützung der Stadt Aachen und der RWTH konnte die Gemeinde kontinuierlich wachsen, die Moschee wird heute von wöchentlich circa 1000 Besuchern genutzt. Diese haben verschiedene Wurzeln und Herkunftsländer, kommen jedoch im Glauben zusammen und sind laut Vorstand Idris Malik vor allem eines: Aachener.

„Die Studenten von damals sind heute Großeltern. Viele der jüngeren Besucher, die heute kommen, sind in Aachen geboren oder aufgewachsen. Die Bilal-Moschee bietet den Aachener Muslimen die Möglichkeit, hier ihre religiöse Identität zu leben und sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen“. Dazu gehört auch, sich nach außen hin zu präsentieren und aufzuklären: Seit über 30 Jahren werden Führungen durch die Moschee angeboten.

Als Mitglied im Aachener Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ setzt sich die Bilal-Moschee aktiv für die Integration und Kommunikation zwischen verschiedenen Kulturen ein. So haben sie im vergangenen halben Jahrhundert auch viele wichtige Strukturen für die Muslime organisieren können, beispielsweise werden auf dem Friedhof Hüls in Vereinbarung mit der Stadt muslimische Bestattungen durchgeführt.

Die steigende Zahl der Muslime in Aachen ist für die Gemeinde jedoch auch eine Herausforderung, denn das Gebäude wurde 1964 für ein Volumen von 100 Besuchern erbaut. Dass es mit den Jahren immer mehr Gläubige wurden, die jede Woche zum Freitagsgebet zusammenkommen, hat zunächst dazu geführt, dass der Innenhof zu einem überdachten Gebetsraum umgebaut wurde. Doch die durchschnittlich 1000 Besucher, die heutzutage erscheinen, haben dennoch nicht genügend Platz. Daher werden alle Einnahmen des Gemeindefestes für Renovierungen verwendet werden.

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