Bezirksverwaltung Eilendorf: Amt weicht modernem Servicebetrieb

Von: Kathrin Albrecht
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Freude im Bezirksamt Eilendorf: Der Umbau ist abgeschlossen. Im Biometrie-Terminal präsentiert sich mit OB Marcel Philipp und Dezernent Markus Kremer. Foto: Harald Krömer

Eilendorf. Ein schlankes Gerät ist der Biometrie-Terminal im Bezirksamt Eilendorf. An diesem Terminal können Bürger Fotos für ihre Personalausweise, Reisepässe oder Kinderpässe anfertigen lassen, Unterschriften leisten oder Fingerabdrücke abgeben.

In den Boden eingelassene Fußspuren markieren den Idealabstand zum Gerät. Berührt man den Touchscreen zum Start, passt sich das Gerät automatisch der Körpergröße an. Maximal 1,98 Meter kann der Spiegel ausfahren. Oberbürgermeister Marcel Philipp mit seinen 1,96 Metern reizt also fast das Maximum aus.

Per Touchscreen werden die Kunden durch die Bedienung geführt, der Terminal gibt am Ende auch Feedback, ob das Foto den biometrischen Anforderungen entspricht. „Die Fotos gehen direkt an die Arbeitsplätze der Sachbearbeiter. Das bisherige Zuschneiden und Kleben entfällt und wird direkt durch dieses Gerät erledigt“, erläutert Marcell Raschke, Leiter des Fachbereichs Bürgeramt der Stadt Aachen.

Neben Deutsch stehen noch Chinesisch, Russisch und Englisch im Sprachmenü zur Auswahl. Einen besseren Kundenservice und eine Verschlankung der Arbeitsprozesse verspricht sich die Stadt von den Terminals, denn oft hatten Kunden bei der Beantragung der Ausweispapiere kein passendes oder gar kein Foto dabei und mussten dann unverrichteter Dinge einen neuen Termin ausmachen. Die Fotos werden nicht gespeichert und nach Bearbeitung sofort vernichtet. Auch ein Ausdruck ist nicht möglich.

Der Terminal im Bezirksamt Eilendorf ist der erste, der den Kunden seit dieser Woche zur Verfügung steht. Das zweite Gerät wird in wenigen Tagen im Bürgerservice am Katschhof in Betrieb genommen. Langfristig soll in allen Bezirksämtern so ein Terminal stehen.

Der Biometrie-Terminal war nicht die einzige Neuerung, die Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler und Bezirksamtsleiter Martin Freude jetzt vorstellen konnten. Nach gut zwei Jahren ist auch der Umbau des Bezirksamtes abgeschlossen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Statt muffiger Kleinbüros und dunklen, unübersichtlichen Fluren empfängt jetzt ein heller großer Raum die Besucher, die beim Eintreten direkt an der großen Servicetheke in Empfang genommen werden.

Die Resonanz sei sehr positiv, berichtet Freude aus den ersten Erfahrungen im laufenden Betrieb. „Für die Eilendorfer ist das Bezirksamt eine wichtige Anlaufstelle“, meint Elke Eschweiler. Der Umbau und die Modernisierung waren ihr daher ein wichtiges Anliegen, um die Außenstelle zu erhalten.

Neben dem Umbau des Erdgeschosses zum Bürgerservice und des Umbaus des Kellergeschosses zur Polizeidienststelle wurde die Außenhülle des Gebäudes von Grund auf saniert und die Haustechnik auf den neuesten Stand gebracht. 1,14 Millionen Euro hat der Umbau insgesamt gekostet.

Die Dezentralisierung der Angebote im Bürgerservice ist Philipp wichtig. Man wolle die Prozesse verschlanken, gleichzeitig den empfundenen Kundenservice verbessern. Dazu gehörten die persönliche Ansprache ebenso wie die bestmögliche Nutzung moderner Technik. Daher investiere die Stadt in die bauliche und technische Modernisierung aller acht Bezirksämter. Haaren und Eilendorf sind jetzt fertig – als nächstes steht Richterich an.

Gleichzeitig treibt die Stadt die Digitalisierung der Serviceangebote voran. Für das Ende November vergangenen Jahres freigeschaltete Serviceportal seien schon rund 6000 Konten eingerichtet worden, bilanziert Personaldezernent Markus Kremer.

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