Bezirksvertretung Richterich verschiebt „Plaung der Ortsumgehung“

Von: Peter Schopp
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Thema vertagt: Die Bezirksvertretung Richterich gab überraschend noch kein grünes Licht für die geplante Ortsumgehung für das Neubaugebiet Richtericher Dell. Die Politik machte „Beratungsbedarf“ geltend. Bürger kritisierten das Vorhaben einmal mehr.

Richterich. Das kam dann doch überraschend: Eigentlich war es fest vorgesehen, dass die Richtericher Bezirksvertretung am Mittwochabend grünes Licht für die Planung der neuen Ortsumgehung geben sollte. Die ist nötig, weil mit dem Neubaugebiet Richtericher Dell in den kommenden Jahrzehnten mehrere tausend Neubürger im Stadtteil einziehen sollen.

Die bisherigen Verkehrswege – insbesondere die Horbacher Straße in Alt-Richterich – sind dem nicht gewachsen. Nun aber kam es anders: Das Thema wurde kurzerhand von der Tagesordnung genommen, die Politik reklamierte „Beratungsbedarf“. Was wohl mit der ersten „groben Kostenschätzung“ der Verwaltung für diese Straße zu tun haben dürfte, die bei bis zu 16 Millionen Euro landete. Teuer wird es vor allem, weil die Bahnlinie untertunnelt und eine rund 30 Meter lange Brücke über den Amstelbach werden muss. Frühestens wird das Thema nun wieder im Mai beraten werden können.

Thematisiert wurden die Ortumgehung und das Neubaugebiet dennoch – in der Einwohnerfragestunde. Auch diesmal hatten sich besorgte Bürger und Anwohner eingefunden und gaben ihrer Skepsis bezüglich der entstehenden Kosten nachhaltig Ausdruck. Dabei steht einerseits die grundsätzliche Frage nach der Notwendigkeit des Wohngebietes, andererseits aber auch die Berechnung der Baukosten ganz speziell in der Kritik. Die Bürgerinitiative „BI-Dell“ hatte eine eigene Rechnung aufgemacht, die deutlich über jener der Verwaltung liegt.

Für Kritik bei den Menschen sorgt vor allem das ihrer Meinung nach unkonkrete Umgehen mit zu erwartenden Unwägbarkeiten – die Probleme der Entwässerung seien beispielsweise noch ungeklärt und darüber hinaus würden bereits Aufträge vergeben, obwohl Grundsätzliches noch nicht geklärt sei.

Das bestätigten Politik und Verwaltung in Teilen, machten dafür aber den verpflichtenden Ablauf in den Gremien verantwortlich. Außerdem seien Aufträge bisher nur in sehr überschaubaren finanziellen Größen vergeben worden, und der nun (verschobene) notwendige Planungsbeschluss ebne erst den Weg für konkretere Planungen und Kalkulationen.

Alle Beteiligten Politiker bezogen aber nachhaltig Stellung für das Wohngebiet und die damit verbundene Ortsumgehung. Klar und grundlegende Bedingung seitens der Politik sei auch, dass die Straße vor der Erschließung des Wohngebietes erstellt werden müsse, um eine unerträgliche Mehrbelastung Für die Menschen vor Ort zu verhindern. Fortsetzung folgt.

Verbunden mit den Neubauaktivitäten möchte man sich in Richterich gut für die Zukunft aufstellen. Eine neue Feuerwache ist schon beschlossen, gleichzeitig strebt man auch auf anderen Gebieten zu neuen Gebäuden. So wurden mehrere Anträge der SPD-Fraktion angenommen, in denen die Verwaltung beauftragt wird, die entsprechende Machbarkeit zu prüfen. Dabei soll der Neubau einer Turn- und Sporthalle ebenso überprüft werden wie der Ausbau der Peter-Schwarzenberg-Halle zur Bürgerhalle. Außerdem soll in besagter Halle ein zentraler Probenraum für den Instrumentalverein Richterich eingerichtet werden.

Ebenso sollen Gespräche mit der Stadt Herzogenrath aufgenommen werden, um einen Schwimmhallenneubau für die niedergelegte Halle in Kohlscheid zu erörtern. Aus CDU-Sicht soll die Verwaltung die Voraussetzungen für bedarfsgerechte Wohnangebote wie selbstbestimmtes Wohnen mit Versorgungssicherheit oder generationsübergreifendes Wohnen prüfen und gegebenenfalls schaffen. Abschließend soll die momentan gesperrte Fußgängerbrücke über den Amstelbach schnellstmöglich repariert beziehungsweise erneuert werden.

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