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Bezirksvertretung diskutierte über Konflikt von Müll und Markt

Von: Katrin Haas
Letzte Aktualisierung:

Burtscheid. Sowohl die gelben Säcke, als auch die Mülltonnen sorgen immer wieder für Konflikte. Beispielsweise fallen sowohl der Burtscheider Wochenmarkt als auch die Müllentsorgung auf den Freitag. Von 7 bis 13 Uhr bieten die Händler ihre Produkte an der Kapellenstraße an, gleichzeitig stehen die Mülltonnen davor abholbereit auf dem Bürgersteig.

Auf Antrag von CDU und Grünen diskutierte die Bezirksvertretung Mitte in ihrer jüngsten Sitzung dieses Problem. Dieter Lennartz, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft beim Stadtbetrieb, wies darauf hin, dass nur ein Obst- und Gemüsestand zur Kapellenstraße hin offen ist. Also dort, wo bisher auch die Mülltonnen standen. Die Mitarbeiter des Stadtbetriebs führten trotzdem eine Umfrage unter dem Marktbesuchern und –beschickern durch. 13 der 15 Händler und mehrere Besucher nahmen teil.

Hieraus ging hervor, dass vier Händler die Müllentsorgung als störend, neun diese als nicht störend empfinden. Als Gründe für die Störung wurden Unruhe, Geruchs- und Lärmbelästigung genannt. Besonders der unangenehme Geruch der Biotonne im Sommer war für sechs Händler ein Problem. Die befragten Besucher kritisierten vielmehr die generelle Parkplatz- und Verkehrssituation. Lennartz betonte, dass von der Biotonne und ihren Gerüchen keine gesundheitliche Gefahr ausgehe.

Dennoch hat der Stadtbetrieb einige Verbesserungen bereits umgesetzt: Die Tonnen werden ab jetzt am Zebrastreifen Viehhofstraße und Ecke Kapellenstraße/Malmedyerstraße gesammelt und morgens gemeinsam mit denen in der Burtscheider Fußgängerzone als Erstes abgeholt. Die Sperrgutsammlung der unmittelbar angrenzenden Straßen wurde bereits auf mittwochs verlegt. Ein weiterer Lösungsvorschlag der Fraktionen war, die Tonnen an einem anderen Tag abzuholen oder Reviere zu tauschen.

„Wenn wir eine Schraube anpacken, drehen wir am ganzen Rad“, sagte Lennartz. Soll heißen: Eine komplette Überarbeitung der Müllentsorgung wäre erst zum Jahr 2015 möglich und äußerst komplex. Dennoch verschließe er sich dieser Option nicht, denn aufgrund steigender Müllmengen „stoßen wir immer mehr an unsere Grenzen“. Zumindest beim Problem der gelben Säcke könnten die Bürger auch selbst die Situation verbessern: Wenn die Säcke gerade bei stürmischen Wetter erst morgens und in geschützte Ecken gelegt würden, könne verhindert werden, dass der Müll sich selbständig macht.

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