Bezirk Haaren: „Ohne Vereinsarbeit geht etwas verloren“

Von: Günther Sander
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Haaren. „Das Jahr 2012 war für den Stadtbezirk ein Jahr mit vielen Höhepunkten im Vereinsleben. Wir konnten mehrere Jubiläen gebührend feiern“, bilanzierte Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten beim Neujahrsempfang in Haaren vor zahlreichen Besuchern in der Welschen Mühle.

Die Jubelfeste (Turnverein Haaren, Kirchenchor St. Germanus, DJK FV Haaren, SV Eintracht Verlautenheide, Arbeiterwohlfahrt Haaren, KG Hooreter Jonge, Blasorchester Haaren, Werkstatt der Lebenshilfe) seien erfolgreich verlaufen, sie hätten vielen Menschen im Stadtbezirk Freude bereitet. „Ich danke allen verantwortlichen und helfenden Menschen, die durch ihren Einsatz zum Gelingen der Feierlichkeiten mit beigetragen haben“, sagte Corsten. Aber er schloss auch andere Vertreter und Vertreterinnen der übrigen Vereine, Verbände und Institutionen für ihre geleistete Arbeit in seinen Dank mit ein.

Umzug des Bezirksamtes

Corsten machte deutlich, dass ohne die Fortsetzung der Tradition und Arbeit in den Vereinen „schrittweise etwas verloren gehen würde.“ Selbst mit viel Geld könne man die gesellschaftlichen Werte nicht erkaufen und erhalten. „Unsere Gesellschaft braucht Sie als ehrenamtlich Tätige, und wir alle brauchen unsere Gesellschaft“, so der Bezirksbürgermeister. Wenn sich jeder nur ein wenig im Rahmen von ehrenamtlicher Arbeit für den Nächsten einbringe, werde man den Zusammenhalt in der Gesellschaft meistern. Weiterhin werde es Zuschüsse für die Vereinsarbeit geben.

In seinem Ausblick auf 2013 erwähnte Ferdinand Corsten die Campusbahn. Sie verspreche Aufbruch in Aachen. Die Menschen in den Stadtbezirken, insbesondere in Haaren und Verlautenheide, würden verstärkt wahrnehmen, dass sich in ihrem Umfeld Dinge veränderten. „In Haaren wird bald damit begonnen, einige Baulücken zu schließen beziehungsweise ein Bauprojekt fertig zu stellen.“ Rund 150 neue Wohneinheiten würden den ökologischen Gesichtspunkten entsprechen und auch für Inklusion im Stadtbezirk stehen. Auch das Ökologieprojekt Haarberg werde weiter ausgebaut.

Corsten nannte als weitere Baumaßnahme den Umzug des Bezirksamtes in die alte Schule in der Germanusstraße. Darüber könne man froh sein, denn damit bleibe „unser“ Bezirksamt erhalten. Mit dem Verkauf der jetzigen Immobilie leiste man einen Konsolidierungsbeitrag für den städtischen Haushalt. Alle Vereine, die in der alten Schule ihre Bleibe hatten, hätten eine neue Unterkunft gefunden. Die Vereine würden auf lange Sicht neue und gute Impulse für das eigene Vereinsleben und auch für den Stadtbezirk bringen.

In diesem Jahr werden Städtebaufördermittel beantragt, die Ergebnisse könne man in den kommenden Jahren sehen. Ohne Wandel aber werde sich die Gesellschaft in Haaren und Verlautenheide nicht entwickeln. „Wir dürfen nicht nur auf uns selbst und unsere eigenen Interessen schauen“, riet Corsten. Bei allen persönlichen Belangen dürfe man die Gesamtverantwortung für alle Menschen im Bezirk mit ihren unterschiedlichsten Bedürfnissen und Ansichten nicht aus den Augen verlieren. „Ein gepflegter Umgang mit dem Nächsten kommt leider immer mehr Mitmenschen abhanden. Hier sind wir alle gefragt“, schloss Bezirksbürgermeister Corsten.

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