Beziehungen zwischen Aachen und China blühen weiter auf

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Besuch des Botschafters beim Wirtschaftsrat: Shi Mingde zeichnete ein positives Bild von den deutsch-chinesischen Beziehungen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Offen und unkompliziert, so präsentierte sich der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, dem Aachener Wirtschaftsrat der CDU. In seiner Begrüßung betonte Sektionssprecher Dr. Hans-Dieter Jostarndt die besonderen Beziehungen Aachens zu China und dankte dem Botschafter, dass er seine Einladung zum Gedankenaustausch mit den gut 100 Wirtschaftsvertretern, unter ihnen IHK-Präsident Bert Wirtz und die Landtagsabgeordnete Ulla Thönnissen, angenommen habe.

Mit einem persönlichen Bekenntnis, dass ihn der deutschsprachige Raum nicht mehr losgelassen habe, seit er 1972 zu seinem dreijährigen Studium nach Ost-Berlin gekommen sei, leitete Shi Mingde seinen Vortrag ein und ergänzte, dass er den Mauerfall als Botschaftsangehöriger in Ost-Berlin ebenso erlebt habe, wie den Umzug der Botschaft vom Rhein nach Berlin. Diese biographische Nähe zu den Entwicklungen der Beziehungen zwischen Deutschland und China zog sich dann auch durch seine Rede.

Shi Mingde betonte, dass sich das Verhältnis beider Länder in den letzten Jahrzehnten immer weiter verbessert habe. China habe eine rasante Wirtschaftsentwicklung hinter sich und sei heute nach den USA die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Damit sei beträchtlicher Wohlstand in China entstanden und rund 600 Millionen Menschen seien aus der Armut befreit worden. Ebenso sei die Lebenserwartung in China kontinuierlich auf jetzt 74 Jahre gestiegen. „Wachstum in China kommt der Welt zugute“, stellte der Botschafter fest und ergänzte, „Chinas Wirtschaft befindet sich auf einem hohen Niveau und kann daher nicht mehr im zweistelligen Bereich wachsen. 6,7 Prozent ist aber sehr gut. Dies entspricht der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung der Schweiz.“

In China erfolgte eine rasante Verstädterung. Lebten vor 35 Jahren noch 80 Prozent der Bevölkerung auf dem Land, ist es heute noch die Hälfte. Um eine Vorstellung von der Größe des Prozesses zu geben, ergänzte er, dass es sich bei einem Prozent mehr Stadtbevölkerung um zehn Millionen Menschen handele, die mit Wohnungen, Arbeitsplätzen und Infrastruktur versorgt werden müssten. Daher sei es Ziel seines Heimatlandes, zukünftig stärker „Wachstum durch Innovation“ zu erzielen. Hier sei Deutschland Vorbild. Daher sei man an einem wirtschaftlichen Austausch interessiert.

Wie intensiv dieser sei, zeigte der Botschafter mit wenigen Daten auf: Deutschland sei mit 40 Milliarden US-Dollar der größte ausländische Investor in China. Rund 8200 Firmen seien in China tätig. Aber auch chinesische Investoren und Firmen hätten Deutschland als Markt entdeckt und so seien rund 2000 chinesische Unternehmen hier tätig, davon 900 in NRW.

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