„Bewegt älter werden in NRW“: Im Ferberpark flossen die Schweißtropfen

Von: Sina Stieding
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Aktionstag im Ferberpark: Ob bei der Gymnastik (kleines Bild) oder beim Boulen - zur Anstrengung kam auch jede Menge Spaß dazu. Foto: Andreas Schmitter
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Aktionstag im Ferberpark: Ob bei der Gymnastik (kleines Bild) oder beim Boulen - zur Anstrengung kam auch jede Menge Spaß dazu. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Bewegt älter werden in NRW“ hieß es im Ferberpark, wo sich acht Aachener Sport- und Turnvereine sportlich präsentierten. In Zusammenarbeit des Stadtsportbund, des Burtscheider Turnvereins und des Fachbereichs Sport der Stadt Aachen wurde zum zweiten Mal eingeladen, verschiedene Sportarten auszuprobieren, um Bürger für Sport zu begeistern.

Bei rhythmischer Sportgymnastik zu Schlagern kamen dabei jung und alt ins Schwitzen. Der besondere Fokus galt den älteren Bürgern, die die Möglichkeit bekamen, neue Sportarten auszuprobieren, Ansprechpartner kennenzulernen und Fragen zu stellen. Ganz besonders betonte Nadine Frey vom Stadtsportbund, dass neben dem Sport auch das Vereinsleben im Alter zur Lebensqualität beiträgt.

Anders als beim letzten Zusammentreffen der Aachener Vereine unter dem Banner des „Bewegt Älter werden“ wurden diesmal besonders Sportarten im Freien präsentiert. „Wir wollten zeigen, dass die Vereine die Hallen auch verlassen“, schildert Frey. Im Ferberpark wurden so Sportarten wie Nordic Walking und Schleuderball präsentiert.

Sportarten wie „Slacklining“, das sonst besonders bei jungen Menschen beliebt ist, wurde für ältere Besucher angeboten. Passend zum Tag bestand die Möglichkeit, das Sportabzeichen zu beginnen oder abzuschließen. Zur Vervollständigung der Qualifikationen stehen die Vereine in Zukunft gerne älteren Bürgern offen, um bei Prüfungen im Radfahren und Schwimmen weiterzuhelfen. Pascal Tourinaire, der sein erstes Sportabzeichen anging, fand zum Beispiel die Motivation auch in Zukunft fit zu bleiben.

Im Ferberpark hat der gebürtige Franzose sein Jugendhobby Boules neu entdeckt. „Jetzt habe ich festgestellt, dass ich gar nicht so schlecht im Boule bin“, lachte Tournaire. Den Aachener Boule-club möchte er jetzt öfter besuchen. Seine Frau Fouzia ist 53, leidet aber unter Knieproblemen. Aber: „Die Sportvereine haben mich ermutigt und informiert, dass es sogar für Menschen mit einem Handicap in Aachen ein sehr großes Angebot gibt.“ Jetzt haben die Tourinaires wieder „Lust auf Aktivität“.

In der Tat sind in Aachens Sport- und Turnvereinen alle Menschen willkommen. Um auch Mitbürger mit Migrations- oder Fluchthintergrund zu ermutigen, haben viele Clubs Informationsmaterial in verschiedenen Sprachen. Im Ferberpark sah man Kinder, Jugendliche und Senioren gemeinsam Boules spielen und Seilchen springen. Sie bewiesen, dass es bei der gemeinsamen Bewegung keine Altersbeschränkung gibt.

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