Bewegende Momente und tolle Gespräche

Von: Hanna Sturm
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Stellten Menschen auf der Theaterbühne vor, die trotz ihres Handicaps ein ganz normales Leben führen: die Moderatoren der Gala, Angela Baetz (Mitte) und AZ-Redakteur Robert Esser. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es war ein Abend der besonderen Momente: Die Benefiz-Gala der Heemann-Stiftung im Theater Aachen bewegte mit einfühlsamen Filmbeiträgen und Interviews die Menschen.

„Ich bin wirklich wahnsinnig glücklich, dass so viele gekommen sind”, freute sich Maria Poquett, Vorsitzende des VKM (Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte Aachen) und des Stiftungsbeirats, über die rund 700 Besucher. „Noch schöner als die Kick-off-Gala im vergangenen Jahr”, so das Fazit des Publikums. Auch finanziell hat sich der Abend gelohnt, rund 16.000 Euro wurden gespendet.

Mit diesem Geld kann die Stiftung nun weiterhin die Arbeit des VKM unterstützen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit Behinderung von der Kindheit bis ins Seniorenalter ein normales Leben zu ermöglichen.

Dazu gehört etwa die Arbeit in der vom Verein getragenen integrativen Kindertagesstätte oder in den Einrichtungen mit unterschiedlichen Formen des betreuten Wohnens, aber auch Freizeitangebote wie Bowlingabende, Theatergruppen und Ferienfahrten.

„Menschen helfen zu können, nicht nur für eine kurze Weile, sondern über Jahre hinweg, hat mir und meinem Mann immer ein riesiges Glücksgefühl bereitet”, so Inge Heemann, deren Mann Karl-Heinz vor über 40 Jahren den VKM gründete.

Ein Film erinnerte an die Anfänge in den 70er Jahren, als sich zunächst betroffene Eltern zusammen schlossen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Aus dem losen Verbund ist durch die unermüdliche Arbeit des Ehepaars Heemann und natürlich der unzähligen engagierten Ehrenamtlichen der größte Verein zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung in ganz Nordrhein-Westfalen geworden.

Einen Eindruck von dieser facettenreichen Arbeit des Vereins konnten die Besucher durch kurze Einspielfilme und Interviews auf der Bühne bekommen. Thema der Filme waren die vielfältigen zwischenmenschlichen Beziehungen, die Menschen mit Behinderung führen.

Neben Paarbeziehungen wurde auch das Verhältnis zu Geschwisterkindern, zwischen Kind und Eltern, oder zwischen dem Mensch mit Behinderung und seinem Pfleger näher beleuchtet. Die in den Filmen gezeigten Beziehungen waren von viel Vertrauen und Freundschaft geprägt. Etwaige Probleme oder Konfliktsituationen wurden auch ganz offeb angesprochen.

Auch auf der Bühne stand das Leben von Menschen mit Behinderung im Vordergrund. Beate Jahn, Schulleiterin der Viktor-Frankl-Schule für Kinder und Jugendliche mit Körperbehinderung, berichtete vom Alltag ihrer Schüler, deren Interessen auch häufig im sportlichen Bereich liegen.

Ebenfalls zu Gast beim Moderatoren-Duo Angela Baetz und AZ-Redakteur Robert Esser war auch Oberbürgermeister Marcel Philipp, der an die Spendebereitschaft der Besucher appellierte und selber zu einem der großen Köcher griff, um die zu Wertpapieren umfunktionierten Eintrittskarten einzusammeln.
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