Bewegende Botschaft mit viel Akrobatik

Von: Eva Onkels
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Wie ein Wirbelwind: Mit Breakdance, HipHop, Dance-Hall und mehr präsentierten die jungen Tänzer ihr Können zum Abschluss der Internationalen Tanztage des Tanzsportclubs Grün-Weiß Aquisgrana. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Tanzen ist ein Sport, der Menschen jeglicher Nationen und Herkunft verbinden kann. Das zeigte der Tanzsportclub Grün-Weiß Aquisgrana Aachen am Samstagabend zum Abschluss der Internationalen Tanztage.

Rund 70 Tänzerinnen und Tänzer zwischen sieben und 50 Jahren präsentierten in der Sporthalle an der Schanz ihr Können jenseits der üblichen Standardtänze. So zeigte das Duo Aziza Azhar einen orientalischen Tanz sowie einen Säbeltanz in anmutigen und wunderschön bunten Kostümen. „Es macht süchtig“, hieß es über diese Tanzsportart.

Dass es auch Anfänger innerhalb weniger Tage bei den zahlreichen Workshops im Vorfeld zu viel bringen können, bewies die erste Hip-Hop-Formation. Die sechs Kinder im Alter von neun bis 16 Jahren zeigten ein interessantes Programm voller Dynamik. „Ich bin sehr stolz darauf, was die Kinder in kurzer Zeit gelernt haben“, so Trainer Oli Diec. Auch unter der Überschrift „Streetdance“ zeigten Kinder und Jugendliche einen eindrucksvollen Tanz. „Das war zwar nicht richtig Streetdance“, erläuterte Trainerin Isabel Tuzolana Mabueni Defesa, „es war eine Mischung aus Hip-Hop, Afro Beats und Dance-Hall.“ Stolz war sie in jedem Fall auf ihre Schützlinge.

Der akrobatische Breakdance, der viel Körperspannung und Kraft fordert, durfte natürlich nicht fehlen. Edis Sehovic, Trainer der 13 Jungen und Mädchen, die in der Turnhalle umherwirbelten, arbeitet mit Schülerinnen und Schülern in ganz Aachen zusammen.

In dieser Gruppe befanden sich auch einige Flüchtlinge, die ebenfalls ihre Liebe zum Tanzen entdeckt hatten oder bereits Vorkenntnisse hatten, wie man an den akrobatischen Fähigkeiten von Mustafa Jawadi und Masoud Hosseini sehen konnte. Die beiden zeigten gleich auch einen persischen Tanz. Dessen Titel „Glück“ passte auch zu dem Gefühl, das die beiden während des Tanzes, der sehr spontan entstanden war, zeigten.

Insbesondere Mustafa hat auch Pläne, weiterhin beim Tanzen zu bleiben. Bei seinem im zweiten Teil des Abends folgenden arabischen Solotanz, der das Fliegen thematisierte konnte der junge Afghane zeigen, dass ihm das Tanzen im Blut liegt. Obwohl er erst ein Jahr in Deutschland lebt, berichtete er in einem sehr gut verständlichen Deutsch von seinen Erfahrungen mit dem Tanzen in Iran, in den seine Eltern geflohen waren, bevor es ihn weiter nach Deutschland gezogen hatte.

Hier in Deutschland wolle er unbedingt seine Fähigkeiten verbessern. Ein weiterer packender Tanzstil war der sogenannte „Lyrical-Dance“. Dabei geht es weniger um Synchronizität, sondern um das Interpretieren eines Textes. „Die Tänzer müssen Emotionen beim Tanzen zeigen“, erklärt Trainer Thomas Jaschinski. Für viele ist das eine völlig neue Erfahrung, die Kombination von Text, Musik und Tanz war jedenfalls wunderschön anzusehen.

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