Bestseller in der Stadtbibliothek werden teurer

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Die Stadtbibliothek erweitert ihre Öffnungszeiten: Nach dem Jahreswechsel soll die Medienzentrale an der Couvenstraße samstags von 10 bis 14 Uhr statt bis 13 Uhr zur Verfügung stehen.

Der Kulturausschuss des Rates folgte dem Vorschlag von Manfred Sawallich und sprach dem Bibliotheksleiter und seinem Team größtes Lob für deren Engagement angesichts extrem knapper Kassen aus. Zugleich segnete der Ausschuss die geplante leichte Erhöhung der Gebühren ab. Künftig wird für Benutzerausweise alle zwei Jahre ein Obolus von 2,50 Euro fällig. Kinder und Jugendliche bleiben davon befreit, nicht aber Inhaber von Ermäßigungsausweisen. Besonders gefragte Lektüre soll zudem künftig mit zwei Euro Leihgebühr zu Buche schlagen, die Leihfrist für Bestseller wird auf zwei Wochen beschränkt.

28.000 Euro Mehreinnahmen

Das „kleine Konsolidierungspaket” soll dem Haus rund 28.000 Euro an zusätzlichen Einnahmen bescheren. Langfristig kaum mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, befanden auch die Politiker. Sawallich hatte in einem umfangreichen Papier einen zusätzlichen mittelfristigen Finanzbedarf von 125.000 Euro im Anschaffungsetat geltend gemacht. „Der Posten ist bereits von 165.000 auf knapp über 170.000 Euro erhöht worden, und sind bemüht, die Mittel sukzessive weiter aufzustocken”, erklärte Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs. Dies scheint umso dringender erforderlich, als die Bibliothek ihren Service durch eine Automatisierung des Leihbetriebs und neue Online-Angebote weiter verbessern will: Anfang kommenden Jahres will Sawallich ein Konzept zur Umsetzung und Finanzierung vorlegen.

Mit Spannung wird auch das Programm der städtischen Museen fürs kommende Jahr erwartet, das im Ausschuss vorgestellt wurde. So wartet das Suermondt-Ludwig-Museum vom 15. März bis 10. Juni mit einer umfangreichen Schau mit rund 40 Gemälden und 30 Zeichnungen des niederländischen Künstlers Cornelis Pietersz. Bega (1631/32-1664) auf. im Ludwig Forum startet das Programm mit Arbeiten des Künstlerkollektivs „Magicgruppe Kulturobjekt”, die eine speziell auf das Atrium des Hauses abgestimmte Schau entwickelt.

Die Museumschefs Dr. Brigitte Franzen und Peter van den Brink werden ihre Arbeit in Aachen im Übrigen auch in den folgenden Jahren fortsetzen. Wie berichtet, sollen ihre Verträge bis 2019 bzw. bis 2014 verlängert werden. Ein formaler Beschluss wurde dazu im Kulturausschuss zwar noch nicht gefällt. „Nach der neuen Gesetzeslage ist der Personalrat an einer solchen Entscheidung grundsätzlich zu beteiligen”, begründete SPD-Fraktionschef die Bedenken seitens der Sozialdemokraten. Die Mitarbeitervertretung habe aber allenfalls noch Beratungsbedarf in Bezug auf Details, erklärte Stadtpressprecher Hans Poth auf Anfrage.
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