Brand - Besondere Verbindung Aachens nach Peking

Besondere Verbindung Aachens nach Peking

Letzte Aktualisierung:

Brand. Aachen und Peking beschreiten weitere gemeinsame Wege: Im vergangenen Herbst verbrachte Horst Krumbach, Vorstand der im Brander Marienheim ansässigen „Generationsbrücke Deutschland“, drei Wochen in China, um sich ein Bild von der Lebenssituation pflegebedürftiger alter Menschen sowohl in Peking als auch auf dem Land und in abgelegenen Bergdörfern Zentralchinas zu machen.

Unterstützt wurde diese Expedition von der BMW Stiftung Herbert Quandt und dem Bischöflichen Hilfswerk Misereor.

In Peking stieß Krumbach dabei auch auf den Gründer des ersten chinesischen Sozialfonds, Jasper Hou, der vom Generationsbrücke-Konzept so begeistert war, dass er wenige Wochen später zur Vertiefung seiner Eindrücke nach Aachen reiste. Danach stand für Krumbach und Hou fest, dass sie das Konzept der Generationsbrücke Deutschland gemeinsam in China etablieren möchten. Unterstützt wird dies vor allem von der Katholischen Stiftung Marienheim Aachen-Brand.

Nirgendwo in der Welt schreitet die Überalterung der Gesellschaft zu einem so frühen Zeitpunkt der Wohlstandsentwicklung voran wie in China, und so stellt die rasche Alterung der Gesellschaft eine der zentralen sozialen Herausforderungen der Regierung dar. Schon heute übersteigt die Zahl der alten Menschen Chinas die Gesamtbevölkerung Deutschlands und wird in den nächsten zehn Jahren nochmals um weitere 50 Prozent zunehmen. Das liegt nicht zuletzt an einer Steigerung der Lebenserwartung seit 1960 um über 30 Jahre.

So ist es nicht verwunderlich, dass mittlerweile auch die chinesische Regierung auf Krumbachs generationenverbindendes Konzept aufmerksam wurde, zumal „Produkte“ aus Deutschland in China einen erstklassigen Ruf genießen, und das betrifft mittlerweile auch die Altenpflege. Nach jahrelangem Technologietransfer scheint nun auch die Zeit für den Transfer sozialer Innovationen reif zu sein, was sich auch im von beiden Regierungen ausgerufenen „Jahr der Innovationspartnerschaft 2015“ widerspiegelt.

Deshalb verbrachte Krumbach nun erneut zehn Tage in China, um insbesondere in den Metropolen Peking, Shanghai und Shenzhen auf Einladung seines Partners Hou Vorträge über das Konzept der Generationsbrücke Deutschland zu halten und mit interessierten Altenheimbetreibern und möglichen Investoren ins Gespräch zu kommen. So war es für Krumbach dann auch besonders erfreulich, dass zum Abschluss seiner Reise eine Feier von der Deutschen Botschaft ausgerichtet wurde, in welcher er und Hou in Anwesenheit des Gesandten Dr. Christophe Eick und geladener Gäste ihre Partnerschaftserklärung feierlich unterzeichneten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert