Besondere Kooperation: Alles dreht sich ums Kamel

Von: Ines Kubat
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Besiegeln eine Kooperation zwischen Zoo und Museum, von der die Besucher profitieren sollen: Tierparkchef Wolfram Graf- Rudolf, die Leiterin des Ludwig Forums Dr. Brigitte Franzen und Erich Timmermanns von der Sparkasse, die die Zusammenarbeit unterstützt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Als vor einigen Jahren die Nachricht verbreitet wurde, dass im Aachener Euregio Zoo ein Kamelbaby geboren wurde, waren die Mitarbeiter vom Ludwig Forum schnell Feuer und Flamme, die Patenschaft für das Tierkind zu übernehmen.

Damit fiel ihnen auch die Ehre der Namensgebung zu und sie zögerten nicht, sondern nannten das Neugeborene „Nancy“. Dieser Name mag zunächst verwundern. Doch muss man wissen, dass das Ludwig-Forum für Internationale Kunst sich schon seit längerem mit dem Lebenswerk der bekannten Amerikanischen Künstlerin Nancy Graves beschäftigt hatte. Und die wiederum zeigte in Ihrer Arbeit eine besondere Affinität zu – wie könnte es anders sein – Kamelen.

Spezielle Futtertüten

Zwei von Graves lebensgroßen Kamel-Skulpturen sind die absoluten Stars der Nancy Graves-Ausstellung des Ludwig Forums. Und weil diese sich nach fünf Monaten bald dem Ende zuneigt, gibt es vom 18. Januar bis 16. Februar eine besondere Kooperation zwischen Euregio-Zoo und dem Ludwig-Forum: Alle Tierparkbesucher, die im Besitz einer Jahreskarte sind, bekommen innerhalb dieser vier Wochen den Eintritt ins Museum um die Hälfte reduziert. Außerdem hat die Sparkasse, die die Kooperation unterstützt, spezielle Futtertüten drucken lassen, die auf den Museumsbesuch neugierig machen.

Und dass sich die besonderen Tiere nicht nur bei Nancy Graves großer Beliebtheit erfreuen, ist kaum verwunderlich, wenn man kurz an ihrem Gehege verweilt und sich die großen Vierbeiner einmal ganz aus der Nähe betrachtet. Kaum ein anderes Tier hat eine solch geradezu majestätische Behäbigkeit, den Schelm im Blick und gleichzeitig einen leicht amüsanten Gang.

Die Künstlerin Graves wollte in ihrer Arbeit nicht nur die Form, sondern die ganze Kultur rund um diese Tiere einfangen, erklärt die Direktorin des Ludwig Forums, Dr. Brigitte Franzen. Sie selbst zeigte sich beim Anblick der drei riesigen Trampeltiere des Zoos ebenfalls fasziniert: Mit ihren elegant geschwungenen Hälsen, Fellmassen und der außergewöhnlichen Bewegung muten die großen Zoobewohner tatsächlich sehr skulptural an, so die Museumsdirektorin.

Nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Holz, Metall und Fell-Patchwork hatte Graves in den 60er Jahren die zwei großen Skulpturen geformt, die so echt wirken und im Ludwig-Forum zu bestaunen sind. Dabei handelt es sich einerseits um ein mongolisches Trampeltier und andererseits um ein afrikanisches Dromedar. Außerdem gibt es noch einige Videoinstallationen der Künstlerin, die die Bewegung der Vierbeiner zeigen. Besonders für Familien mit Kindern sei die Ausstellung zu Graves Arbeit sehr zugänglich, versichert Franzen, schließlich seien neben den großen Skulpturen auch noch zahlreiche andere Kunstobjekte mit Knochen und Fossilien zu sehen.

Auch Wolfram Graf-Rudolf zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit mit dem Zoo, die durch die gemeinsamen Kamel-Maskottchen gewachsen sei. All diejenigen Tierparkbesucher, die ebenfalls in den Genuss des Museumsrabatts kommen wollen, können sich für 30 Euro beziehungsweise 12,50 Euro für Kinder Jahreskarten kaufen, erklärte Graf-Rudolf.

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