Berufskolleg für Gestaltung gewinnt Landesjugendwettbewerb der AWO

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
11733518.jpg
Sie haben den 1. Preis im AWO Wettbewerb gewonnen: Schülerinnen und Schüler der Oberstufe des Berufskollege für Gestaltung mit der Postkartenaktion „Eyecatcher“. Links: Klassenlehrerein Doris Ott--Lehrerin, zweite von rechts ist Schulleiterin Christiane Levold. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Von dem Vorurteil, die Jugend von heute würde sich nicht mehr politisch engagieren und habe keinen Blick für das Wesen der Gesellschaft, hält Christoph Flecken, Bezirksvorsitzender vom Jugendwerk der AWO, nichts. Im Gegenteil.

„Die Jugendlichen sind nicht mehr oder weniger politisch aktiv als früher. Die Art der Teilhabe hat sich jedoch verändert. Nur weil sie vielleicht nicht mehr allzu oft in irgendwelchen Vorständen sitzen, so zeigen sie dennoch eine Menge Engagement“, so Flecken. Und wenn einer das beurteilen kann, dann er.

Schließlich hat er im Rahmen des Landesjugendwettbewerbes der AWO den diesjährigen Schülerwettbewerb betreut und die zahlreichen Einsendungen gemeinsam mit einer Jury ausgewertet. Unter dem Motto „Panik, Party, Perspektive“ haben die Schüler Gedichte, Bilder, Textbeiträge und gestalterische Sachen eingereicht.

Sieger des Wettbewerbs, der sich über ein Preisgeld von 500 Euro freuen kann, ist die Oberstufe der Höheren Berufsfachschule für Gestaltung. Die 14 Schüler haben sich für den Begriff der Perspektive entschieden und dazu Postkarten entwickelt.

Das Besondere daran ist, dass jeder Schüler seine ganz eigene, individuelle Geschichte erzählt. „Ich habe den Schülern lediglich vorgegeben, dass ein Selfie dabei sein soll, die Postkarte als Grundbasis und das Handydisplay als Hintergrund“, erklärt Klassenlehrerin und Projektleiterin Doris Ott. In Gruppenarbeit wurde erst die Grundstruktur der Karte erarbeitet, bevor jeder im Anschluss seine persönlichen Gedanken und Assoziationen zum Thema visualisierte. Das Spektrum an umgesetzten Ideen reicht von Familie über Kultur und Sport bis hin zu Alkohol und Mobbing.

Stephi Amkreutz beschäftigt sich auf ihrer Postkarte mit dem Thema der Depressionen. Anfangs sind die verwendeten Bilder bunt, aber im Verlauf der Erzählung verlieren sie immer mehr an Farbe bis sie nur noch schwarz-weiß sind. Sven Braun thematisiert den oftmals falschen ersten Eindruck, der zu vorschnellen Urteilen führen kann.

„In meiner Arbeit geht es um Mobbing und Ärger sowie die damit einhergehenden falschen Verurteilungen. Oftmals sieht man eine Person, bezeichnet sie beispielsweise als arm, nur weil er oder sie keine Markenklamotten trägt, aber man weiß nicht, was dahinter steckt. Anstatt sich für die Person zu interessieren, schließt man sie aus“, erklärt der Schüler.

Generell wird bei den Arbeiten deutlich, dass sich die Jugendlichen viele Gedanken um die Zukunft machen und die vielen Perspektiven zum Teil sehr kritisch betrachten und hinterfragen. Von einer unpolitischen und desinteressieren Generation kann keine Rede sein, im Gegenteil: Hier steht fest, dass sie genau wissen, wie sie die Zukunft gestalten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert