Aachen - Berliner Ring: Wilde Flucht endet mit schwerem Unfall

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Berliner Ring: Wilde Flucht endet mit schwerem Unfall

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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Schwerer Unfall nach wilder Flucht: Ein BMW-Fahrer hat auf dem Berliner Ring für Chaos gesorgt. Er wurde schwer verletzt. Leidtragende waren der Fahrer eines Busses sowie der Fahrer eines Kleinwagens, die ebenfalls verletzt wurden. Foto: Michael Jaspers
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Eingeklemmt: Der Unfallverursacher musste von der Feuerwehr aus dem Wrack seines Fahrzeugs befreit werden, bevor er ins Klinikum kam. Foto: Michael Jaspers
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Ende einer Dienstfahrt: Der beteiligte Bus blieb halb auf dem Berliner Ring und halb im Graben stehen. Zum Glück waren keine Passagiere an Bord. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es war keine Folge für die Actionserie „Alarm für Cobra 11“, die da gedreht wurde. Und doch hätten die Szenen, die sich Montagnachmittag auf der Autobahn 544 und in der Folge auf dem Berliner Ring abspielten, bestens in ein solches Drehbuch gepasst. Am Ende gab es jede Menge Blechschaden, mehrere Verletzte und lange Staus.

Angefangen hatte alles gegen 15 Uhr auf der Autobahn. Eine Streife der Autobahnpolizei wollte einen BMW aus Gelsenkirchen anhalten und signalisierte das wie üblich mit deutlich sichtbaren Hinweisen. Doch nachdem der 38-jährige Fahrer des Wagens zunächst die Fahrt verlangsamt hatte, gab er schließlich Vollgas.Um seinen Verfolgern zu entkommen, fuhr der Mann Schlangenlinie auf der viel befahrenen Autobahn, überholte rechts wie links.

An der Abfahrt Rothe Erde preschte er von der Autobahn, um auf den Berliner Ring zu gelangen. Doch beim Auffahren auf den Ring passierte des Unglücks erster Teil: In diesem Moment kam ein Schulbus an der Stelle vorbei, der den BMW rammte. Der Bus selber schlitterte daraufhin in den aus Richtung Jülicher Straße kommenden Gegenverkehr. Dort kam es zum Zusammenstoß mit einem weiteren Auto. Der Bus blieb schließlich quer zur Fahrbahn stehen.

Der Unfallverursacher wurde bei dem Aufprall in seinem Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit einigem Aufwand befreit werden. Schwer verletzt kam er ins Klinikum. Die Polizei hegte zudem den Verdacht, dass der Mann unter Drogeneinfluss stand. Sein Beifahrer war schon zuvor aus dem Wagen geholt und von der Autobahnpolizei zur Wache Broichweiden gebracht worden.

Dort wurde er später ebenfalls von einem Notarzt untersucht. Der Busfahrer wurde vorsichtshalber im Krankenhaus Würselen untersucht. Zum Glück hatte er zu diesem Zeitpunkt keine Fahrgäste an Bord, sonst hätte die Sache dramatischer enden können. Der 47-jährige Fahrer des dritten Autos kam ebenfalls schwer verletzt ins Krankenhaus. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 50 000 Euro.

Ein großes Trümmerfeld

Die Unfallstelle war über rund 60 Meter ein einziges Trümmerfeld. Die Polizisten vor Ort forderten einen Polizeihubschrauber an, der zwecks Unfallaufnahme Bilder aus der Luft machte. Erst um 17.40 Uhr konnte der komplett gesperrte Ring wieder freigegeben werden. Der Verkehr war rund zweieinhalb Stunden umgeleitet worden. Auf den Ausweichstrecken kam es im Berufsverkehr zu langen Staus.

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