Bergkirche St. Stephanus erstrahlt dauerhaft in neuem Licht

Von: Kathrin Albrecht
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Christlichen Botschaften in Bild und Ton: Die Bergkirche ist zum Beginn der Korneli-Oktav illuminiert worden. Foto: Andreas Herrmann
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Den musikalischen Auftakt der Glaubenswoche gestalteten die Kornelius-Bläser. Foto: Andreas Herrmann

Kornelimünster. Jetzt geht über den Dächern von Kornelimünster allabendlich ein Licht auf. Rechtzeitig zum Beginn der Korneli-Oktav, der Festwoche zu Ehren des heiligen Kornelius, haben die Propsteigemeinde St. Kornelius und der Förderverein „Lichtprojekt Aachen“ die Bestrahlung der Bergkirche, die dem heiligen Stephanus geweiht ist, realisiert.

Auf die zentrale Bedeutung des Lichts im Christentum wies Propst Ewald Vienken im Rahmen einer festlichen Licht-Vesper zur Eröffnung der Korneli-Oktav hin.

Nicht nur seien die Heiligen Kornelius und Cyprian, deren Reliquien in Kornelimünster verehrt werden, mit dem heiligen Stephanus Lichtgestalten und Vorbilder des Christentums, Licht sei sowohl im Alten als auch im Neuen Testament ein wesentliches Zeichen, es erhelle die Finsternis und weise Menschen den Weg. An diese Gedanken knüpfte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Ladislaus Hoffner an.

Die Bestrahlung der Kirche diene nicht nur der Verschönerung des Ortes: „Das Licht der Bergkirche ist auch eine weit leuchtende Botschaft christlicher Werte.“ Passend zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit verkünde das Licht Nächstenliebe, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Das Leitmotiv der diesjährigen Oktav, „Barmherzig wie der Vater“, könne nicht passender transportiert werden, befand Hoffner: „Lassen Sie uns alle, wenn wir die Bergkirche zukünftig strahlen sehen, auch an die dahinter stehende Botschaft denken und tatkräftig an ihrer Umsetzung arbeiten.“

Passend zum letzten Ton der Kornelius-Bläser zum Abschluss der Vesper schaltete sich die Beleuchtung ein, und die Anwesenden konnten einmal einen Blick auf ihre neu erleuchtete Kirche werfen. Bislang war dies nur an besonderen Festtagen mit provisorischer Technik möglich gewesen. Jetzt strahlen neun Scheinwerfer mit jeweils 20 Watt Leistung die im 14. Jahrhundert erbaute und um 1900 restaurierte Kirche an und tauchen den Sandstein in ein warmes Licht.

Die Beleuchtung beginnt mit Einbruch der Dämmerung und bleibt im Sommer bis Mitternacht, im Winter bis 22 Uhr in Betrieb. Insgesamt komme man dabei auf rund 250 Kilowattstunden im Jahresverbrauch, schätzt Dieter Stolte, Vorsitzender des Fördervereins Lichtprojekt. „Die größte Herausforderung bestand darin, dass wir mit der Installation nicht mit dem angrenzenden Friedhof in Konflikt kommen“, beschrieb Stolte die Entwicklung des Projekts.

Aus diesem Grund entschied man sich für eine flächige Bestrahlung von außen, statt die Strahler punktuell direkt an die Kirchenmauern zu setzen. Rund 12.000 Euro haben Installation und Beleuchtung gekostet. Rund 20 Jahre sollen die LED-Leuchten halten.

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