Aachen - Berg aus Brillen für Bedürftige

Berg aus Brillen für Bedürftige

Von: Katrin Haas
Letzte Aktualisierung:
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Freuien sich über weitere Brillenspenden: Jürgen Schmitter (Kartonagenfabrik Brettschneider) und Jürgen Franz (rechts, Deutsch-Indische Gesellschaft Aachen e.V.). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn die neue Brille auf der Nase sitzt, verschwindet das alte Modell in der Schublade oder landet sogar auf dem Müll. Doch anderswo sind die ausrangierten Brillen von großem Wert für die Menschen. Bereits zum vierten Mal hat die Deutsch-Indische Gesellschaft (DIG) in Aachen fünf Jahre lang alte Brillen gesammelt.

Das Ergebnis lagert derzeit in der Kartonagenfirma Brettschneider: Geschätzt rund 10.000 bis 15.000 Brillen in jeder Form und Farbe, Brillenetuis und Gläser. „Alle fünf bis sieben Jahre fahren wir nach Antwerpen“, erzählt Jürgen Franz, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Dort übergibt er die Brillenladung der katholischen Organisation „Wereld-Missiehulp“, die den weiteren Transport über den Seeweg organisiert.

Bisher spendet die DIG ihre Sehhilfen immer nach Indien in sogenannte „Eye-Camps“, wo die Brillenstärke gemessen und die Gläser dann an Bedürftige verteilt wurden. „Angesichts der Mangelernährung auf dem Land ist die Anzahl der Augenerkrankungen dort sehr groß“, sagt Franz. Während in den Städten die medizinische Versorgung ein höheres Niveau erreicht hat, sieht die Situation auf dem Land anders aus.

Aber: „In der letzten Zeit ist die Not in anderen Teilen der Welt noch größer.“ Daher geht die Ladung wie im letzten Jahr wieder in den Kongo. Das sieht Jürgen Franz aber nicht so eng. Hauptsache die Brillen kommen denen zugute, die es nötig haben. Die Brillen werden von der Firma Brettschneider so verpackt, dass sie den langen Transportweg überstehen. Neben den Sehhilfen übergibt Franz auch medizinisches Gerät und Hörgeräte an die „Wereld-Missiehulp“.

Zum ersten Mal organisiert die DIG diese Sammelaktion im Jahr 1995, Kliniken, Optiker und Privatpersonen spenden immer wieder die alten Modelle. Ende Mai fährt Franz wieder gemeinsam mit Jürgen Schmitter von der Firma Brettschneider mit einem Lastwagen nach Antwerpen, um die Brillen zu übergeben. Bis dahin können noch Brillen bei der Firma Brettschneider, Grüner Weg 37, abgegeben werden. Weitere Informationen auch bei der Deutsch-Indischen Gesellschaft unter der Telefonnummer Telefon 607271.

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