Beratungsstelle: Vor allem Kindern tun die Gruppengespräche gut

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Seit über 60 Jahren bietet die evangelische Beratungsstelle in Aachen Paaren und Familien verschiedene Angebote zur Unterstützung an. Ein Schwerpunkt hat sich dabei vor allem bei der Paar- und Trennungsberatung gebildet.

136 Beratungen führte die Einrichtung im vergangenen Jahr hierzu durch. Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren sei die Zahl damit konstant geblieben, so Rolf Schäfer, Leiter der Beratungsstelle.

Zunehmend wachse das Bewusstsein, dass die Trennung der Eltern für die Kinder eine besondere seelische Belastung darstellt. Die Beratungsstelle hat daher ihr Angebot für Kinder immer weiter ausgebaut. Neben der Beratung für die Eltern steht Kindern mit der Heilpädagogin Andrea Steinmann eine eigene Ansprechpartnerin zur Verfügung. „Die Kinder nehmen die Möglichkeit, mich als außenstehende Ansprechpartnerin für Dinge zu nutzen, die sie weder mit dem einen noch mit dem anderen Elternteil besprechen können, sehr dankbar an“, beschreibt sie ihre Erfahrungen.

Die Beraterin unterliegt der Schweigepflicht, spiegelt nach Absprache mit ihren jungen Klienten aber in den Elterngesprächen deren Situation wieder, um schnellere Lösungen für bestehende Probleme zu finden. Neben Einzelberatungen werden seit zehn Jahren auch Gruppen für Trennungs- und Scheidungskinder angeboten. Das Angebot richtet sich an Kinder von sieben bis zehn Jahren. Wöchentlich treffen sich die Kinder an zwölf Nachmittagen.

Für jede Familie gibt es ein Vor- und ein Nachgespräch, für die Eltern finden außerdem zwei Elternabende statt. In diesem Jahr feiert die Beratungsstelle mit der 15. Gruppe ein kleines Jubiläum. „Den Kindern tut die Gruppe gut“, so Renate Schlesinger-Bendt, die das Angebot gemeinsam mit dem Psychologen Albert Gerke betreut.

Ein weiteres Angebot, das die Beratungsstelle seit Oktober 2013 anbietet, nimmt ebenfalls die Kinder in den Blick, richtet sich aber an die Eltern. Der Kurs betrachtet die persönliche Gefühlslage des Elternteils und bietet Unterstützung dabei an, mit belastenden Situationen im Alltag besser umzugehen, gerade auch im Umgang mit dem Kind.

Kursleiterin Dorothee von Eckardstein zieht eine positive Bilanz. Sieben Teilnehmer umfasste die erste Gruppe, darunter seien zwei Väter gewesen. „Alle Teilnehmer waren sehr offen für das Training und sehr erleichtert, dass es so ein Angebot vor Ort gibt.“ Die Nachfrage sei groß. Ein aktueller Kurs läuft derzeit, ein weiterer wird Ende April angeboten. Ein dritter Kurs in diesem Jahr ist nach den Sommerferien geplant.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert