Benefizlauf: Erstmals gibt‘s ein Rolli-Rennen im Stadion

Von: Svenja Pesch
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Premiere: Beim 14. Benefizlauf im Waldstadion fand in diesem Jahr zum ersten Mal auch ein Rennen für Rollstuhlfahrer statt. Foto: Kurt Bauer

Aachen. „Fünf, vier, drei, zwei, eins…..Auf geht´s“. Kaum hat Manfred Xhonneux den Bambini-Lauf eröffnet, rennen die Kleinen auch schon los. Und wer bei dem doch eher nasskalten Wetter beim Warten vor der Startlinie eine Gänsehaut bekommen hatte, der war spätestens nach den ersten Metern wieder auf Körpertemperatur.

Am Rand der Tartan-Bahn im Waldstadion jubeln Eltern, Großeltern und Freunde den Bambini zu, die die zwei vorgegebenen Runden erfolgreich meistern. Xhonneux ist dabei nicht nur Kommentator und Mitorganisator des 14. Benefizlaufes unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp zugunsten des Förderkreises „Hilfe für krebskranke Kinder e.V.“ und „VKM-Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e.V.“, er ist zudem auch so etwas wie der kleine Helfer. Denn wenn auf den letzten Metern doch die Puste ausgeht, kommt er vorbei, nimmt den oder diejenige an die Hand und läuft einfach mit. Motivation muss schließlich sein.

Wetter verdirbt keinem die Laune

Und da kann auch das Wetter die Laune nicht im Geringsten trüben: „Sonne ist immer da, auch wenn man sie nicht sieht“ sagt Xhonneux lachend und ergänzt: „Wir haben dieses Jahr 1200 Voranmeldungen und nochmal gut 200 Anmeldungen vor Ort, was eine hohe Zahl ist. Das Besondere ist, dass die Teilnehmer nicht nur etwas für den guten Zweck machen, sondern auch etwas für sich selbst tun.“

Der Benefizlauf ist der einzige, bei dem der gesamte Erlös, der sich aus der Anmeldegebühr und verkauften T-Shirts zusammensetzt, einhundertprozentig an die die Organisationen geht. Im letzten Jahr waren das stolze 13.500 Euro. Dieses Mal, so Xhonneux, werde bestimmt die 15.000-Euro-Grenze genknackt werden.

Während er spricht, gehen schon die nächsten Teilnehmer in Richtung Starlinie. Schulklassen, Firmen, Sponsorenteams und ambitionierte Läufer sind traditionell jedes Jahr dabei. Neu ist diesmal ein Rolli-Rennen über 800 Meter. Eine echte Premiere und ein „historischer Moment“, wie Xhonneux betont, denn in ganz Aachen hat es so ein Rennen bisher noch nicht gegeben. Und auch hier wird vor allem eins deutlich: Der Spaß steht absolut im Vordergrund und Szenen, wie sie der siebenjährige Jonathan erlebt hat, sind kein seltenes Bild.

„Tobias und ich haben in der Schule zusammen trainiert und wir wollten auch gemeinsam laufen. Aber als er nicht mehr so schnell war, habe ich auf ihn gewartet, damit wir beide gleichzeitig im Ziel ankommen“, erzählt Jonathan ein wenig außer Puste. Ist im Grunde doch auch egal, wer nun Erster oder Zweiter wird. Je voller es im Waldstadion wird, desto häufiger zeigt sich auch die Sonne.

Nach den kleinen Läufer und dem Rolli-Rennen schnüren nun die „Großen“ ihre Schuhe und machen sich auf, Runden für den guten Zweck zu laufen. Drei, zwei, eins – los geht´s.

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