Benefizkonzert mit dem Akkordeon-Orchester „Harmonia“

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Sie hoffen auf großen Zulauf beim Benefizkonzert: von links Karl Weber (Bündnis), Vera Schumacher (1. Vorsitzender des Orchesters), Matthias Lürkens (Bündnis), vorne von links Herbert Schaber (Bündnis) und Elmar Rissmayer (Orchester). Foto: Kurt Bauer

Eilendorf. „Wir gehen jetzt in den Marathon“, sagte Karl Weber, Vorsitzender des Eilendorfer Bündnisses für Integration. „Deshalb ist es gut, wenn nicht nur wir, sondern viele unterstützende Vereine die Fahne für das Bündnis immer mal wieder hoch ziehen und unseren nachhaltigen Ansatz unterstützen.“

Aktuell tut dies das Stolberger Akkordeon-Orchester „Harmonia“ unter der Leitung von Carlo Plaum mit einem Benefizkonzert für das Eilendorfer Bündnis am Sonntag, 14. Mai, um 17 Uhr in der Kirche St. Apollonia. Vieles hat sich im Zusammenleben von Alt-Eilendorfern und neu hinzugezogenen Geflüchteten mittlerweile normalisiert. Das sah bei der Gründung des Bündnisses 2013 angesichts von rechtsradikalen Protesten gegen die Einrichtung eines Flüchtlingsheims und auch der großen Zahl von unterzubringenden Geflüchteten 2015/16 anders aus.

„Doch Unterstützung beim Ankommen und Hierbleiben ist weiterhin nötig“, sagte Bündnis-Mitglied Herbert Schaber. Dazu gehöre nach wie vor Sprachunterricht. „Doch die Arbeit wird komplexer“, wusste Weber zu berichten. „Viele Menschen haben Probleme, weil ihr Aufenthaltsstatus nicht geklärt ist. Sie brauchen rechtliche Beratung, Begleitung zu Ämtern und so weiter.“

Auch deshalb arbeitet das Bündnis nun zunehmend an Patenschaften, die sich ganz konkret um die Lösung der Alltagsprobleme der Geflüchteten kümmern. „Die Paten müssen aber auch geschult werden“, sagte Matthias Lürkens, Sprecher des Bündnisses. Weiterhin gibt es regelmäßige Treffen bei Kaffeetrinken und Ausflügen, die vor allem das sich gegenseitige Kennenlernen im Blick haben. „Da lernen sich auch Alt-Eilendorfer kennen, die sich zuvor noch nie gesehen haben“, freute sich Schaber über eine weitere nachhaltige Wirkung des Bündnisses. 100 Geflüchteten stehen zur Zeit 50 Helfer gegenüber.

Für all das benötigt das Bündnis ideelle, aber auch finanzielle Unterstützung. Vera Schumacher, Vorsitzende des Stolberger Akkordeon-Orchesters, aber bereits seit 25 Jahren Eilendorferin, hofft deshalb auf viele spendenfreudige Konzertbesucher. Denen wird musikalisch auf jeden Fall eine Menge geboten: Auf dem Programm finden sich Kompositionen für Akkordeon von Paul Kühmstedt, Wolfgang Jacobi und Michel Legrand, aber auch Tango-Musik von Astor Piazzolla und Pablo Ziegler sowie Filmmusik zum Beispiel von Ennio Morricone.

Das 25 Akkordeon-Spieler umfassende Orchester und vor allem das mit acht Männern und Frauen besetzte, kleinere Ensemble unter der Leitung von Elke Hoffmann-Kittel kennen sich aber auch mit einem der größten Komponisten der Musikgeschichte aus: Johann Sebastian Bach. Von ihm spielen sie beim Benefizkonzert die „Badinerie“ aus der Suite h-moll, „Air“ aus der Suite Nummer 3 und das große, eigentlich für Orgel komponierte Werk „Toccata von Fuga in d“. Die „Harmonia-Kiddys“ geben ebenfalls zwei Stücke zum Besten.

„Es ist ein normales Programm – nur ein wenig leiser“, meinte Ensemble-Mitglied Elmar Rissmayer. Sicher eins, dass weiter zum Zusammenrücken von Alt- und Neu-Eilendorfern beitragen wird.

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