Benefizkonzert: Guter Mix aus Klassik, Gospels und Pop

Von: hpl
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Werben für die Hospiz-Spendengala: von links Martin Brand, Tim Hammer (beide Hospizstiftung), Johannes Konrads (Cantiamo Aachen), Ulla Schmidt, Manfred Vieweg (Hospizstiftung), Generalmusikdirektor Kazem Abdullah, Bernd Wehbrink (Hospizstiftung) und Beatrix Hillermann (Leiterin des Hospizes am Iterbach). Foto: Harald Krömer

Aachen. Edvard Grieg hat beim Komponieren der Peer Gynt-Suite gewiss nicht daran gedacht, dass sein Werk irgendwann als Benefiz-Magnet funktionieren würde. Georges Bizet bei seiner „Carmen“ bestimmt noch viel weniger. Aber genau das wird am Samstag, 26. September, der Fall sein.

Dann werden die beiden Meisterwerke von Aachens Generalmusikdirektor Kazem Abdullah höchstpersönlich im Theater Aachen dirigiert. Genau wie GMD Abdullah tut dann jeder Besucher des Konzertes ein gutes Werk, denn der gesamte Erlös des Abends fließt zunächst in die Kassen der Hospizstiftung Aachen und dann in das neue Hospiz am Iterbach.

670.000 Euro fehlen noch

Kultur und Caritas – das passt auch in diesem Jahr wieder zusammen. Zum zweiten Mal unterstützen das Sinfonieorchester und das Theater die Hospizstiftung und kredenzen den Aachenern damit nicht nur einen wunderbaren Abend, sondern helfen im Schulterschluss bei der Restfinanzierung des jüngst eröffneten Hauses im Itertal. Denn dort besteht immer noch ein größerer Unterstützungsbedarf. 6,5 Millionen Euro hat die Einrichtung gekostet, von denen vier Millionen über den Betreiber finanziert wurden. Die restlichen 2,5 Millionen Euro wollte die Hospizstiftung aufbringen, was der ehrenamtlichen Gruppe bis auf 670.000 Euro gelungen ist. Das Benefizkonzert am Samstag, 26. September, soll ab 19.30 Uhr helfen, die Lücke zu schließen.

Bundestagsvizepräsidentin Ulla Schmidt ist Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung und besonders dankbar dafür, dass Kazem Abdullah zum verlässlichen Unterstützung der Hospizidee geworden ist. Er verspricht: „Es wird ein abwechslungsreiches und spannendes Programm geben. Mit viel frischem Wind und einer Überraschung zum Schluss.“

Aber auch ohne die Überraschung lohnt sich augenscheinlich der Besuch. Neben genannten Suiten werden die Besucher den jungen und ambitionierten Chor Cantiamo Aachen hören. Dessen Leiter Johannes Konrad sieht es „als eine große Ehre“ an, am Abend mitwirken zu dürfen und ist sicher, die richtige Musikmischung zu präsentieren. So singt der Chor ein Stück des flämischen Musikers Raymond Schroyens, der angesichts des Todes seiner Geliebten „Gedenk an mich“ komponiert hat. Außerdem werden Spirituals von Moses Hogan, aber auch Pop-Songs zu hören sein.

Einen harmonischen Kontrast setzt Bob Hagen, ein moderner Poet und Verbalkünstler, der der Poetry Slam-Szene zuzurechnen ist. Die Überleitungen gestaltet der Aachener Pantomime Scheibub – eher ausdrucks- als wortgewaltig. Alle Künstler verzichten auf ihre Gage.

„Der Abend im Theatersaal bietet aber auch eine Gelegenheit, das schwierige Thema populär zu halten und weiter durch die Bürger zu besetzen“, unterstreicht der Schirmherr des Hospizes, Tim Hammer, die Bedeutung des Hospizes. Die Einrichtung möchte ein Ort der Geborgenheit sein, an dem schwerkranke Menschen bis zum letzten Augenblick in einer warmen und ruhigen Atmosphäre lachen, weinen, leben und sterben können. 14 Zimmer mit Blick ins grüne Itertal machen dies möglich.

Der Aufenthalt ist für die Gäste des Hospizes kostenfrei. Daher ist die Einrichtung auch nach Schließen der Finanzlücke genau wie Aachens erstes Hospiz Haus Hörn auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Das Benefizkonzert und seine Besucher werden dazu einen tollen Beitrag leisten.

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