Benefizkonzert des Lions Club bringt 20.000 Euro ein

Von: Julia Esser
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Spendenübergabe beim Lions-Club Aachen Aquisgranum: Kathrin Wienert, Hartwig Hillebrand, Johannes Roelofsen, Peter Behrens, Beate Rottmann-Ruland, Herbert Pichler sowie die frisch gebackene Mama Sonia Nazquez mit Baby Amalia (von links). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Piano-Virtuose Saleem Abboud Ashkar hatte bei seinem Benefizkonzert in Aachen für Begeisterung gesorgt. Gleiches schaffte er jetzt noch einmal, als der Erlös an den Vertreter des Caritas-Baby-Hospitals in Bethlehem, Johannes Roelofsen, überreicht wurde.

Seit 1952 stehen in dem Baby-Hospital, das im Westjordanland zwischen Bethlehem und Hebron liegt, hilfsbedürftigen Kindern die Türen offen. Denn gerade am Geburtsort Jesu Christi soll keinem Kind qualifizierte medizinische Hilfe verweigert werden.

Unabhängig von Herkunft oder Religion kümmern sich die Mitarbeiter um alle Kinder bis zu 14 Jahren, bald auch bis zu 18 Jahren. Das Besondere dabei ist, dass für jedes Kind individuell gesorgt wird – jeder Einzelne und seine Würde stehen im Mittelpunkt. „Es passiert gelebte Menschlichkeit. Die Frauen und ihre Kinder werden zum Subjekt und nicht zum Objekt“, erklärte Roelofsen die Einstellung im Hospital.

Zeit und Raum zum Luftholen

Durch die ganz persönliche Behandlung entsteht Vertrauen, das in anderen Einrichtungen nicht möglich ist. Auch ist das Baby-Hospital ein Platz, an dem die Menschen Luft holen können, an dem zum Beispiel keine Soldaten umherlaufen. Dadurch wird den Müttern Zeit und Raum für ihr Kind geschaffen.

Es gibt eine Mütterschule, in der die Frauen lernen, wie sie ihr Kind richtig nehmen, wie sie es in Ruhe wickeln oder wie sie sich einfach vertraut mit ihm beschäftigen können. Doch auch die Väter werden hier nicht ausgeschlossen: „In dieser Kultur ist es nicht gewöhnlich, dass die Männer sich in die Erziehung mit einmischen. Trotzdem schaffen wir es, einige Väter mit einzubinden. Oder es werden zum Beispiel männliche Pfleger ausgebildet“, erläutert Beate Rottmann-Ruland, Mitglied des „Lions Club Aachen Aquisgranum“, der das Benefizkonzert veranstaltet hat.

Neben der medizinischen Hilfe liegen die Schwerpunkte der Einrichtung also auch in der Sozialarbeit. Belastete Familien werden über den Klinikaufenthalt hinaus unterstützt. Eine Sozialstation sorgt für die Nachsorge, fährt auch hinaus aufs Land und besucht die Patienten zu Hause.

Großzügig aufgerundet

Finanziert wird das Baby-Hospital fast ausschließlich durch Spenden. Daher veranstaltete der „Lions Club Aachen Aquisgranum“ das Benefizkonzert mit Saleem Ashkar. 15.000 Euro Erlös kamen durch das Konzert zusammen, die sich nicht nur aus dem Eintritt, sondern noch aus zusätzlichen Spenden zusammensetzten. Der Betrag wurde vom Club auf 20.000 Euro aufgerundet. Die Spende geht an die Intensivstation des Baby-Hospitals, für Gerätewartungen, Verbandsmaterial, Reinigungskräfte und vieles mehr.

Das Krankenhaus hat seine Türen nie geschlossen, und niemand wird dort weggeschickt. Deswegen ist die finanzielle Hilfe von außerhalb so wichtig.

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