Aachen - Benefizkonzert auf Burg Frankenberg: Stimmgewaltig für Schwache

Benefizkonzert auf Burg Frankenberg: Stimmgewaltig für Schwache

Von: Kristina Toussaint
Letzte Aktualisierung:
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Heitere und besinnliche Momente: Aus dem Adventssingen des Vereins „Frankenb(u)erger“ wurde ein Benefizkonzert für die Flüchtlingshilfe auf der griechischen Insel Kalymnos. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein prächtig geschmückter Tannenbaum, rote Windlichter und ein Lagerfeuer tauchten den Innenhof der Burg Frankenberg in weihnachtliche Atmosphäre – doch ganz so besinnlich ging es an diesem Donnerstagabend gar nicht zu.

Der FH-Aachen-Hochschulchor gab bei seinem Benefizkonzert zunächst Klassiker der Popmusik zum Besten. Nebenher konnten Glühwein, Waffeln und Schmalzbrote genossen werden – alles für einen guten Zweck.

„Adiemus“ und die Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ und „Don’t Stop Me Now“ – gleich zur Eröffnung des Adventskonzertes wurden die gut 120 Besucher im Burghof von den stimmlichen Qualitäten des Hochschulchores überzeugt. Spätestens als „La Cucaracha“ ertönte, fingen auch die letzten Zuhörer an zu wippen, und bei „Kann denn Liebe Sünde sein“ stimmten einige besonders textsichere sogar mit ein. Hochschulangehörige und Studenten singen mit Freude in dem 2007 gegründeten Chor. Leiterin Mirka Mörl, die selbst Seminare zu Persönlichkeitsentwicklung, Stimme und Kommunikation hält, sieht in den Chorproben auch ein Training zur Team- und Stimmbildung.

Mit einem gemeinsamen Singen Adventsstimmung ins Frankenberger Viertel bringen, das hatte der Verein Frankenbu(e)rger bereits seit dem Sommer geplant. Ende November sorgte ein Artikel in der Aachener Zeitung jedoch dafür, dass der Abend noch eine größere Reichweite erhalten sollte: Eine Reportage berichtete von der Aachenerin Brigitte Brück, die zehn Wochen auf der griechischen Insel Kalymnos verbracht hat. Auf der Insel kommen täglich neue Flüchtlinge an. An manchen Tagen sind es bis zu 200. Im Hotel des ehemaligen Frankenbergers Adonis Antonoglou haben die beiden Aachener etliche Gestrandete untergebracht, versorgt und unterstützt.

Berührt von dieser Geschichte, beschloss der Hochschulchor der FH kurzerhand, das Adventssingen zu einem Benefizkonzert zu machen. Der Erlös der verkauften Getränke und Speisen und die im Laufe des Abends gesammelten Spenden gehen auf direktem Weg an Adonis Antonoglou und seine Flüchtlingshilfe auf Kalymnos.

Nach dem kurzweiligen Konzert des Hochschulchors konnten nochmal die Hände an einem Becher Glühwein oder einer Schale Suppe gewärmt werden. Mit einigen Kanons wurde dann auch noch die leiseste Stimme auf dem Burghof warm. Alles war also bereit zum Anstimmen der Weihnachtsklassiker. Dabei kam kein Wunsch zu kurz: Auf Geheiß der kleinen Lara wurde „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ auch ohne Textzettel stimmkräftig mitgesungen. Beschwingt konnte man danach in die sternenklare Dezembernacht schreiten.

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