Benefizgala: Kleinkunstszene zündet sozialen Turbo

Von: Kathrin Albrecht
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Fetzig, frisch und jung: Auch die Dance Company TN Boom von Marga Render tanzte bei der Benefiz-Gala mit. Foto: Andreas Steindl
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Witzig, intelligent und selbstironische: das Wall Street Theatre mit seiner Mischung aus Kunst und Comedy. Foto: Andreas Steindl
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Führte charmant durch den Abend: Moderatorin Lucy Lang. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Urbane Krieger, ein „Geigenseppl“, die tänzerische Verschmelzung von Orient und Okzident, leidenschaftlicher Tango und jonglierende Engländer: Es war ein unterhaltsamer und bunter Programm, das im Rahmen der Benefizgala für das neue Hospiz am Iterbach im Brüsselsaal des Eurogress über die Bühne ging.

Dabei war der Anlass für die Gala kein schöner, daran erinnerte Initiatorin Carla Brettschneider: Im März brach im Serverraum des fast fertigen Hospizes ein Brand aus, die wohl durch Brandstiftung verursachten Schäden warfen die Eröffnung um Monate zurück.

Dank Carla Brettschneider

Die Aachener Choreographin Carla Brettschneider ist Schirmherrin des Freundeskreises Hospiz am Iterbach. Die Benefizgala sollte helfen, die Schäden zu mindern. Alle Künstler traten kostenlos auf, wobei bereits das Nachmittagsprogramm mit Beiträgen des Zirkus Configurani und Schülerinnen der Tanzwerkstatt Brettschneider sowie der Ballettschule Ferberberg Natalie Jungschlaeger ein voller Erfolg war.

Auch der Abend versprach mit Akteuren wie dem Wall Street Theatre, Annette Schmidt und Mona Creutzer vom Theater K, Anna Scholten oder der Pianistin Galina Ryzhikova hochkarätige Unterhaltung.

Die Besucher erlebten einige Premieren, einige Programme hatte es in dieser Zusammenstellung noch nicht vorher gegeben. Dazu gehörten Annette Schmidt und Uwe Böttcher, die – unterstützt von der Tanzwerkstatt Carla Brettschneider – den „Geigenseppl“ von Wilhelm Busch darboten. Extra für den Abend zusammengefunden hatten auch der Pianist Bernd Gauber, sonst auf den großen Musicalbühnen des Landes zu Hause, und die 23-jährige zweifache deutsche Steppmeisterin Tijen Yay, die bewies, dass Musik von Johann Sebastian Bach auch tanzbar sein kann.

Den ersten emotionalen Höhepunkt schufen die Aachener Musicalsängerin Nicole Malangré mit ihrer zwölfjährigen Schülerin Yana Roßbruch. Die beiden sangen das Stück „Dir gehört mein Herz“ aus dem Musical „Tarzan“. Rashida El Majdoub, deutsche Vizemeisterin im orientalischen Tanz, begeisterte das Publikum mit modernen und klassischen Variationen des orientalischen Tanzes.

Das Jazz-Duo Jürgen Sturm und Anirahtak unterhielt mit eigenwilligen Kompositionen. Schwung in den Saal brachte die Dance Company „TN Boom“ mit lateinamerikanischen Klängen und urbanen Rhythmen. Mona Creutzer, Galina Ryzhkova und Sängerin Catharina Marquet boten Auszüge aus ihrem Programm „Tango, der das Herz verbrennt“. Die Schauspieler Petra Welteroth und Anton Schieffer spielten Szenen aus ihrem „Valentin“-Programm. Einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln unternahmen Christian Klöpken und Andreas Wiegels alias Herr Schultze und Herr Schröder vom Wall Street Theatre.

Mehr als zufrieden ob so viel erstklassiger Unterhaltung verließen die Besucher nach gut drei Stunden das Eurogress. Strahlende Gesichter gab es auch beim Vorstand des Hospizes, als Beatrix Hillermann, Irmgard Icking und Gregor Palenberg den Scheck mit der Summe entgegennahmen, die Nachmittags- und Abendveranstaltung der Gala eingespielt hatten: 6760 Euro waren zusammengekommen. „Ich bin total begeistert und beeindruckt, was hier heute Abend auf die Beine gestellt wurde,“ bedankte sich Hillermann. „Der Abend war überwältigend“, pflichtete Palenberg bei.

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