Aachen - Benefizauktion: Hochkaräter im Dienst der Hospizidee

Benefizauktion: Hochkaräter im Dienst der Hospizidee

Von: Hans-Peter Leisten
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Hoffen auf große Resonanz auf die Benefiz-Kunstauktion zugunsten der Hospizstiftung Region Aachen am kommenden Sonntag (v.l.n.r.): Boris Bongers, Ulla Schmidt, Tim Hammer, Andreas Petzold und Professor Tim Brimmendorf. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Viele gehören gewiss zu den bekanntesten deutschen Künstlern und Künstlerinnen der Gegenwart. Manch einer hat längst in der internationalen Kunstszene Renommee erlangt. Einzelne Namen zu nennen, hieße andere ungerechtfertigt zurückzusetzen. Eines ist aber allen gemeinsam.

Sie kombinieren ihre ungeheure Kreativität mit einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn. Nur so lässt sich erklären, dass 37 Künstler 44 Arbeiten zur Verfügung stellen, um bei der Restfinanzierung des neuen Hospizes am Iterbach zu helfen.

Am kommenden Wochenende können sich alle Kunstfreunde und -freundinnen selbst davon überzeugen, wenn in der Aula Carolina die Bilder und Skulpturen ausgestellt werden – und vor allem für die eigene Sammlung oder einfach nur fürs Wohnzimmer ersteigert werden können.

Das neue Hospiz am Iterbach nahm im vergangenen Juli den ersten Gast auf. Seither ist das Haus fast durchgehend komplett belegt – der Bedarf steht also außer Frage. Dennoch ist man auf Spenden angewiesen, denn wie jedes Hospiz steht auch das am Iterbach allen Schwerkranken mit entsprechender ärztlicher Prognose offen.

Das Kuratorium der Hospizstiftung hat sich zum Ziel gesetzt, 2,5 Millionen Euro zur Unterstützung des neuen Hauses im Itertal zusammenzutragen. Poschwecke und Würste wurden verkauft, Kleinkunstgalas und Theaterabende organisiert, Spenden gesammelt. Und eben Kunstauktionen initiiert.

„Nach dem Premierenerfolg 2013 wollen wir jetzt schnell die Zwei-Millionen-Grenze knacken“, hofft Ulla Schmidt. Die SPD-Politikerin sagt dies als Vorsitzende des Hospizkuratoriums. 40.000 Euro sind seinerzeit zusammengekommen. Und sie ist sich mit dem Schirmherrn des neuen Hospizes, Tim Hammer, einig, dass bei der kommenden Auktion nicht nur Gelder für das Hospiz akquiriert werden können, sondern auch die Hospizidee als solche weitergetragen werden kann. Denn genau wie im ersten deutschen Hospiz „Haus Hörn“ soll auch am Iterbach schwerkranken Menschen ein Lebensende in Würde ermöglicht werden. Eine letzte Lebensphase mit hoher Qualität.

Zu diesem Zweck werden am kommenden Sonntag in der Aula Carolina ab 19.20 Uhr Boris Bongers und Andreas Petzold, in dessen Galerie am Elisengarten am Samstag die Aktion vorgestellt wurde, den Auktionshammer schwingen. Und Petzold garantiert: „Alle Künstler haben sich extra etwas einfallen lassen. Es gibt keinen einzigen Ladenhüter!“

Auch er hofft, dass die Menschen in der Region dieses Engagement würdigen, denn nicht alle Künstler – so unterstreicht Hammer – befänden sich wirtschaftlich auf der Sonnenseite kreativen Schaffens, bekämen aber andererseits viele Anfragen nach Kunstspenden. „Dass so viele bei uns mitmachen, ist auch eine Wertschätzung gegenüber der Hospizidee“, freut sich Hammer und ergänzt: „Bei vielen Kunstwerken kann man von einer Wertsteigerung ausgehen. Auch das müsste ein Anreiz sein, mitzubieten.“


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