Benefiz-Kochevent zugunsten des Mukoviszidose-Vereins Aachen

Von: Svenja Pesch
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Musik und Kulinarisches für den guten Zweck: Beim Benefiz-Kochevent für den Mukoviszidose-Verein Aachen, den der Lions-Club Aachen-Dreiländereck in Kooperation mit dem Art-Hotel Superior veranstaltete, hatten René Reuter (von links), Hiltrud Döhmen-Benning und Herbert Lange vom Mukoviszidose-Verein sowie Elke Schulz und Georg Schmitz ihren Spaß. Foto: Andreas Steindl

Aachen. In Deutschland leiden rund 8000 Menschen an Mukoviszidose. Es ist die häufigste angeborene Stoffwechselerkrankung der weißen Bevölkerung. Sie wird durch einen Gendefekt verursacht, der eine Regulationsstörung im Wasserhaushalt der Zellen bewirkt.

Anstatt eines flüssigen Sekretes wird ein abnorm zäher Schleim gebildet, der ein idealer Nährboden für Bakterien ist. Der „Mukoviszidose e.V. Aachen“ setzt sich seit 36 Jahren in der Region für Betroffene ein und leistet dort Hilfe, wo Unterstützung gebraucht wird. Gleichzeitig macht man sich dafür stark, dass die Schicksale hinter den Zahlen in der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Deshalb fand jetzt zum vierten Mal in Kooperation mit dem Lions-Club Aachen-Dreiländereck und dem Art Hotel Superior ein Benefiz-Kochevent statt. Der Erlös des Abends fließt in „physiotherapeutische Behandlungen am Wochenende“ bei schwer kranken Mukoviszidose-Patienten in der Kinderklinik der RWTH und im Luisenhospital.

„Unser Verein ist eine Selbsthilfegruppe, die die Mukoviszidose-Ambulanz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Raum Aachen unterstützt, Betroffenen in Not hilft und Forschungsprojekte unterstützt“, erzählte Dr. Hiltrud Döhmen-Benning vom Mukoviszidose-Verein Aachen. „Viele Menschen wissen nicht, was sich hinter der Krankheit genau verbirgt. Umso wichtiger ist es, aufzuklären und konkret Hilfe zu leisten.“

Betroffen von einem drohenden Funktionsausfall sind im Laufe der Erkrankung vor allem Lunge, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse. „Von Geburt an müssen die Betroffenen eine zeitaufwendige, kostenintensive Therapie durchführen, die viel Disziplin erfordert. Leider übernehmen die meisten Krankenkassen nicht alle Kosten, weshalb wir da enormen Handlungsbedarf sehen“, ergänzte der Vereinsvorsitzende Herbert Lange.

Erkrankte haben heutzutage eine durchschnittliche Lebenserwartung von 40 bis 45 Jahren. Umso wichtiger ist es deshalb, optimal auf ihre Bedürfnisse einzugehen und die bestmögliche Therapieform für jeden einzelnen Erkrankten zu finden. Neben einem Vier-Gänge-Menü wurde der Abend musikalisch von dem Saxofonisten René Reuter sowie von der Gruppe „Capella a Capella“ begleitet. Außerdem sorgte das kabarettistische Duo Manfred und Jan Savelsberg mit seinem „Solo für 2“ dafür, dass die Gäste des Kochevents neben ihren Kau- auch die Lachmuskeln beanspruchen mussten.


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